Leidvolle Erfahrungen mit Sturm "Egon" musste auch unser Redakteur Marian Hamacher machen, der sich am Freitag mit dem Zug auf den Weg in seine rheinische Heimat begab.
Bereits in Bamberg hatte sein Zug in Richtung Würzburg Verspätung. Unterwegs erhielt er dann die Nachricht, dass auf seiner Strecke zwischen Würzburg und Frankfurt kein Halt möglich sei. Ein Schaffner erklärte, dass Schneeverwehungen zu Streckenänderungen geführt hätten. "Wenn es nicht weitergeht, fahre ich wieder zurück nach Kronach", sagte Hamacher frustriert am Telefon. Der Zug, den er in Würzburg nehmen wollte, kam dann erst gar nicht an, weil er zuvor an Würzburg vorbei umgeleitet worden war.


Neue Option

Doch schließlich ergab sich eine neue Situation, da ein anderer Zug in Richtung Essen wegen zweistündiger Verspätung deutlich später in Würzburg ankam und so für Hamacher eine neue Option bot, die er auch zog. Wie prekär die Situation für Bahnreisende war, belegte die Aussage einer Schaffnerin an Reisende: "Heute ist eine Ausnahmesituation. Sie können jeden Zug nehmen, den Sie wollen."
Das machte Hamacher dann auch, stieg in den Zug in Richtung Essen und kam schließlich mit exakt einer Stunde Verspätung in seiner Heimat an. al