Aktuell gibt es in Mainleus 65 Hortplätze. Allerdings machen sich das Zentrum für Kinder und Familien und die katholische Filialkirchengemeinde St. Antonius in Mainleus für eine Aufstockung der Hortplätze stark. Die Initiatoren meldeten einen zusätzlichen Bedarf von 35 Hortplätzen an. Das würde bedeuten, dass am Zentrum für Kinder und Familien 80 Hortplätze anerkannt werden sollen. Tatsächlich geht das Zentrum für Kinder und Familien davon aus, dass im nächsten Jahr 63 Hortkinder die Einrichtung besuchen werden. Für das nächste Jahr liegen 29 Neuanmeldungen vor, für das darauffolgende Kindergartenjahr 25 und für das übernächste Jahr bereits 15 Neuanmeldungen. Die Einrichtung erwartet einen weiter steigenden Bedarf.
Schon im Mai hatte das Zentrum für Kinder und Familien in Mainleus eine Umfrage zum Thema Hortplätze gestartet. Die Eltern der heute drei bis sechs Jahre alten Kinder wurden befragt. Allerdings kamen von 2020 versandten Fragebögen nur 63 zurück. Eine Aussage über den tatsächlichen Bedarf war also nicht zu machen.
So beschloss der Marktgemeinderat im Juni, dass der Bedarf von 65 Plätzen weiter bestehen bleibt. 45 Hortplätze gibt es am Zentrum für Kinder und Familien und die restlichen 20 Hortplätze sind in der gemeindlichen Kindertagesstätte in Rothwind eingerichtet.
Jetzt hat die Verwaltung versucht, sich darüber klar zu werden, wie viele Hortplätze Mainleus wirklich braucht, erklärte Dietmar Kynast von der Abteilung öffentliche Sicherheit und Ordnung. Für diese Berechnung wurden die Geburtenzahlen und der Trend bei den Geburten zugrundegelegt. Außerdem wurden in der Berechnung die Kinderhortjahrgänge in den Klassen 1 bis 4 berücksichtigt und um die Kinder, die mittags nach Hause gehen, "bereinigt". Der aktuelle Ist-Bestand liegt mit 70 belegten Hortplätzen sogar über diesem Rechenbeispiel.


Erst einmal abwarten

Doch die Berechnung des Bedarfs operiert noch mit einer weiteren Unbekannten. Denn die gebundenen Ganztagesklassen fallen weg, ab September gibt es die neue offene Ganztagesschule. Nun muss abgewartet werden, ob sich die Familien für den Hort oder für dieses offene Angebot entscheiden werden. Deshalb empfahl Dietmar Kynast, die Entwicklung erst einmal abzuwarten. Während dieser Zeit empfahl er, Ersatzräumlichkeiten in der Schule zur Verfügung zu stellen.
Bürgermeister Robert Bosch (CSU) betonte, dass es weitere Entwicklungen im Markt Mainleus gibt: So plant die Gemeinde zwei Neun-Familien-Häuser im Baugebiet Nord-West und ein Baugebiet in Willmersreuth. Auch die Spinnereibrache soll durch den Markt erworben und für eine Wohnbebauung nutzbar gemacht werden.