Herbstblues in Corona-Zeiten. Das fehlt jetzt grad noch. Für die selbstständige Gesundheitsmanagerin Beate Speyerer, die ihre Kursangebote bedingt durch die strengen Corona-Regeln stark reduzieren musste, heißt das jetzt, kreativ zu bleiben und aus dem eigenen Wissen zu schöpfen.

"Wenn mir die Decke auf den Kopf fällt, hilft nur eines: Raus an die frische Luft, und wenn's nur wenige Minuten am Tag sind", sagt die 54-Jährige voller Tatendrang. Und sie erklärt auch gleich, warum das so guttut: "In der grauen Jahreszeit werden die Stunden weniger, die wir am Sonnenlicht verbringen. Dadurch geben wir unserem Körper, besser gesagt der Haut, kaum die Chance, Vitamin D zu bilden. Vitamin D wird hauptsächlich über die Haut gebildet.

Jede Chance nutzen

In den Herbst- und Wintermonaten gelingt dies nur noch über unser Gesicht, der Rest der Haut ist ja durch wärmende Kleidung abgedeckt." Deshalb sollten wir jede Chance nutzen und mehr zu Fuß gehen oder auch mal am Wochenende einen ausgiebigen Spaziergang machen. Wenn Dopamin in großen Mengen freigesetzt wird, entsteht ein Gefühl der Freude. (Siehe auch Experten-Tipps unten)

"Und wie nach jeder Sporteinheit fühlen wir uns nach einem ausgiebigen Spaziergang fit, motiviert und beschwingt. Verantwortlich dafür sind neben dem Vitamin D die Endorphine. Diese werden bereits nach zehn Minuten Aktivität produziert und sorgen für eine wohltuende Stimmungsverbesserung", erläutert Beate Speyerer.

Doch die Bewegung allein reicht der Ernährungsberaterin natürlich nicht. Nach dem Spaziergang wird eine wärmende Suppe gekocht. "Wärme ist das Symbol für Entspannung." Ihr Rezept-Favorit für den Herbst:

Möhrensuppe mit Sellerie, Ingwer, Kurkuma, Zwiebeln und Zimt. Die Suppe habe es in sich, nicht nur weil sie fantastisch schmeckt, sondern weil sie ein echter Booster fürs Immunsystem und gute Laune ist: Die in der Karotte enthaltenen Carotinoide sind immunstärkend und antioxidativ, die Sulfide in der Zwiebel sind antikrebsaktiv, antimikrobiell und entzündungshemmend. Genau das Richtige für den Herbst. Ingwer wärmt nicht nur, sondern strotzt zudem vor Vitamin C.

"Alle zusammen sorgen diese Zutaten für ein gesundes Darmklima, und dieses ist bekanntlich zuständig für unser Wohlbefinden", erklärt die Gesundheitsmanagerin.

In den letzten Jahren haben Wissenschaftler herausgefunden, dass unser Darm und Gehirn enger miteinander verbunden sind als bisher gedacht. Tatsächlich wird unser Darm oftmals als "zweites Gehirn" bezeichnet, da er eine große Anzahl von Nervenzellen enthält, die viele Neurotransmitter produzieren. Dopamin ist einer davon.