Mit einer Gegenstimme haben die Oberleichtersbacher Gemeinderäte in ihrer jüngsten Sitzung die Errichtung einer Freiflächen-Photovoltaikanlage an der Bernbrunner Straße in Unterleichtersbach abgelehnt. Den entsprechenden Antrag hatte die "Energiebauern GmbH" gestellt. Zur Gemeinderatssitzung waren Vertreter der Firma sowie Gegner und Befürworter der Anlage als Zuhörer erschienen, was die Bedeutung des Projekts für die Bürger unterstreicht.
Vor der Sitzung waren bereits etwa 200 Unterschriften vorwiegend aus dem Ortsteil Unterleichtersbach gegen den Solarpark bei der Gemeinde eingegangen. Im Juli hatten Vertreter der Energiebauern GmbH dem Gemeinderat das Projekt vorgestellt. Im September hatten die Bürger die Gelegenheit, sich auf einer Infoveranstaltung vor Ort und im Hotel "Rhönhof" über Einzelheiten des geplanten Solarparks zu informieren. Die 69 Teilnehmer der Veranstaltung diskutierten das Thema sehr kontrovers. Die Gegner des Projekts formierten sich und sammelten in der Bevölkerung Unterschriften dagegen.


Kritik an Lage und Größe

Die Gegner kritisieren unter anderem die Lage der Anlage in der Landschaft und den Flächenverbrauch. Nach kurzer Diskussion, in der die meisten Gemeinderäte für die Argumente der Gegner Verständnis zeigten, stellte Bürgermeister Dieter Muth (WG) den Antrag zur Abstimmung.
Keine Einwände hatten die Räte gegen den Anbau an ein bestehendes Bürogebäude in Unterleichtersbach durch die Firma "Hanse Haus". Den Antrag der Firma "Rhönschotter GmbH" aus Oberleichtersbach auf Erteilung der immissionsschutzrechtlichen Genehmigung zur Errichtung und zum Betrieb eine Abfall- und Schüttgut-Lagerhalle im Gewerbegebiet Buchrasen verwies der Gemeinderat an das Landratsamt Bad Kissingen zurück. Da die Bebauungsgrenzen nicht eingehalten und die Unterlagen nicht vollständig seien, könne der Gemeinderat momentan nicht zustimmen, hieß es zur Begründung. Ein Gemeinderat regte an, die Abstimmung des Belegungsplans der Turnhalle an der Grundschule mit den Nutzern zu aktualisieren. Bei dieser Gelegenheit sollte auch die Nutzung durch ortsfremde Vereine geregelt werden.