Mit der gefährlichen Engstelle an der Staatsstraße 2182 in Ködnitz befasste sich der Gemeinderat in der jüngsten Sitzung. Die Kritik, dass dort aus Richtung Waizendorf zu schnell in die Ortschaft eingefahren wird und es oftmals zu brenzligen Situationen im Gegenverkehr kommt, entkräftete eine Geschwindigkeitsmessung im Oktober. Dennoch sah man für Fußgänger, insbesondere für Schulkinder, die in diesem Bereich ohne Gehweg und Ausweichmöglichkeit unterwegs sind, eine Gefahr.

Bei der Geschwindigkeitsmessung zeigte sich, dass knapp 80 Prozent der Fahrzeugführer mit einer Geschwindigkeit von maximal 40 Stundenkilometer an die Engstelle heranfahren, weitere 17 Prozent blieben unter Tempo 50. "Da bleibt nicht mehr viel übrig. Weitere verkehrsrechtliche Maßnahmen sind aus der Sicht des Landratsamtes deshalb nicht angezeigt", erläuterte Bürgermeisterin Anita Sack (FW).

Verkehrszeichen aufgestellt

Der Bauausschuss hatte beschlossen, dass im September nach den großen Schulferien erneut Geschwindigkeitsmessungen vorgenommen werden. Dankbar zeigte sich Sack, dass das Landratsamt umgehend die Verkehrszeichen "Achtung Kinder" und "Engstelle" aufstellen ließ.

Bei einem Ortstermin sei ausführlich diskutiert worden, ob der Bau eines Gehwegs am früheren Gasthof Hupfer eine weitere Lösung wäre, um die Verkehrssicherheit für Fußgänger gerade in der dunklen Jahreszeit zu verbessern. Das hätte aber zur Folge, dass die Engstelle dann nur einspurig befahrbar wäre. Für die Planung eines Gehwegs machte sich vor allem Heinz Mösch (CSU) stark, zumal das Staatliche Bauamt das Angebot unterbreitet habe. Dazu ließ die Bürgermeisterin wissen, dass die Grundstückseigentümer für eine Grundabtretung bereit sein müssten, zudem könnte es bei einem einspurigen Verkehr mit dem "Stop and Go" auch zu Lärmbelästigungen kommen. Weiter gab Sack zu verstehen, dass es der Besitzer der "Hupfer"-Areals auch weiterhin erlauben wird, die rückwärtige Hoffläche als Fußweg zu benutzen. "Wir sollten erst planen lassen, und dann sehen wir ja, was an Gelände benötigt wird", erwiderte Mösch.

Anita Sack gab weiter eine wichtige Entscheidung bekannt, die zuvor in nichtöffentlicher Sitzung getroffen worden war: die Vergabe der schon lange geplanten Arbeiten am Anwesen Kauerndorf 19, die über die Förderoffensive Nordostbayern abgewickelt wird. Die Firma Rohbau aus Kauerndorf habe mit 115 000 Euro das günstigste Angebot abgegeben. Bereits am 3. Mai solle es losgehen. Sack: "Es wird eine schöne Sache, die gut in das dortige Gesamtbild passt."

Die Planung sieht vor, dass der alte Gewölbekeller des Anwesens, das zuletzt im Besitz der Gemeinde Ködnitz war und der Spitzhacke zum Opfer fiel, erhalten bleibt. Neben der Sanierung des Gewölbekellers und der Sandsteinmauer davor soll auch die Freianlage neu gestaltet werden.

Den Inhalt der Machbarkeitsstudie zur bevorstehenden Erweiterung der Kindertagesstätte in Fölschnitz konnte Anita Sack noch nicht bekanntgeben, da für eine Entscheidung im Gemeinderat noch weitere Informationen notwendig seien. Michael Heisinger (Rangen) bat allerdings darum, dass die Vergabe der Machbarkeitsstudie zeitnah erfolgen sollte: "Die Leute wollen Bescheid wissen, wie es weitergeht."

Tierheim: Parken längs des Zauns

Aus der Sitzung des Bauausschusses vom 10. April berichtete die Bürgermeisterin von der Besichtigung des Parkplatzes am Tierheim Heinersreuth, an der auch Wolfgang Hain als Vorsitzender des Tierschutzvereins teilgenommen hatte. Hier sei festgestellt worden, dass die Besucher des Tierheims in der Regel ordnungsgemäß parken. Lediglich beim Tierheimfest und beim monatlichen Flohmarkt könne es zu Problemen kommen.

Zur Erleichterung des landwirtschaftlichen Verkehrs aus und nach Reisighof sowie Listenberg sollen die Parkplätze unmittelbar am Tierheim längs des Zauns angelegt und entsprechend beschildert werden.

Besichtigt wurden Sack zufolge auch die Schäden an der Abzweigung am Tierheim nach Reisighof und an den Zufahrten zum alten Schulhaus in Heinersreuth. Sie sollen im Zuge der Sanierungsarbeiten an der Kreisstraße KU 10 beseitigt werden, die demnächst durch den Landkreis zwischen Stephansreuth und Heinersreuth geplant sind. Eine Beschlussfassung darüber wird aber erst nach Vorlage eines Kostenangebots erfolgen.

Zur vorliegenden Kaufanfrage für einen bisher im Gemeindebesitz befindlichen Grünstreifen in der Ortschaft Fölschnitz empfahl der Bauausschuss, dort eine Blühfläche anzulegen oder ganzjährig blühende Sträucher zu pflanzen.