von unserer Mitarbeiterin Sylvia Hubele

Forchheim — Vorstandsvorsitzender Wolfgang Holler und Vorstandsmitglied Rainer Lang haben sich mit dem Geschäftsjahr 2014 der Vereinigten Raiffeisenbanken Gräfenberg-Forchheim zufrieden gezeigt. Besonders das Kreditgeschäft sei deutlich gewachsen - den Häuslebauern sei Dank. "Viele Menschen nutzen die Gunst der Stunde, bauen oder sanieren ihre Häuser, da die Kredite dank der niedrigen Zinsen einfach günstig sind", konstatierte Holler.
102 Millionen Euro konnten im vergangenen Jahr als neue Kredite vergeben werden. Während der durchschnittliche Zuwachs des Kreditgeschäftes landesweit 4,1 Prozent beträgt, liegt dieser bei den Vereinigten Raiffeisenbanken Gräfenberg-Forchheim bei 7,2 Prozent. Insgesamt betreut die Bank 1,473 Milliarden Euro aus den Kundengeschäften. Als eine von den Mitgliedern getragene Genossenschaftsbank ist sie für die Mitglieder als Eigentümer und Kunden da, deren Anzahl sich jährlich relativ konstant erhöht. So konnten beispielsweise 2014 etwa 1200 neue Genossenschaftsmitglieder begrüßt werden. Wer selbst Mitglied werden möchte, muss einen Antrag stellen, über den der Vorstand entscheidet.
Dabei verpflichtet sich jedes neue Mitglied, mindestens einen Geschäftsanteil der Vereinigten Raiffeisenbanken zu erwerben - und wird somit Miteigentümer der Bank. Insgesamt hat die Bank bis jetzt über 23 000 Mitglieder. Investiert wird in der Region, ob im Wohnungsbau, bei kleinen Firmen und im Kreditgeschäft für die örtlichen Handwerker. "Wir sind durchaus betroffen von der Niedrigzinspolitik der EZB", konstatierte Holler und vermutete, dass diese noch einige Zeit anhalten wird.

Kommende Anpassung

Zum 1. April sollen beispielsweise die Gebühren für die Kontoführung moderat angepasst werden: "Die letzte Anpassung fand im Jahr 2000 statt", wies der Vorstandsvorsitzende darauf hin, dass mit die Kontoführung lediglich die Aufwendungen der Rechenzentren und der Technik im Haus beglichen werden.
Da sich die Vereinigten Raiffeisenbanken in der fränkischen Region verwurzelt fühlen, hat die Bank nicht vor, ihre Zweigstellen auszudünnen: "Unsere Stärke ist der Kontakt zu den Kunden, wir sind keine anonyme Direktbank", so Holler.
Beispielsweise wurde die Zweigstelle in Hiltpoltstein renoviert - und im vergangenen Jahr wiedereröffnet. Das soll auch so bleiben, versicherten Holler und Lang einstimmig. Aus diesem Grund engagiert sich die Bank auch im kulturellen und sozialen Bereich der Region.