klaus schmitt

Die Bürger in den drei Haßfurter Stadtteilen Prappach, Augsfeld und Wülflingen (teilweise) müssen Geduld haben, bevor sie schnelles Internet nutzen können.
Am vorteilhaftesten stellt sich die Lage in Wülflingen dar. Dort schließt die Telekom teilweise an. Allerdings nicht im Altort und nicht in der Wässernachstraße. Dort hat die Firma Schnell-im-Netz (Schweinfurt) den Zuschlag erhalten, und sie baut, wie Haßfurts Bürgermeister Günther Werner am Mittwoch unserer Zeitung bestätigte, per Glasfaser das Netz aus. Das ist dort möglich, weil der Anschluss quasi um die Ecke liegt und keine weiten und damit teuren Wege nötig sind.
Glasfaser wünschen sich auch die Prappacher und die Augsfelder. Aber dort sind die nächsten Glasfaserkabel weit weg. Also plant "Schnell-im-Netz" den Breitbandausbau mit der Richtfunktechnik. Das ärgert vor allem die Prappacher. Sie befürchten gesundheitliche Nachteile und beklagen eine Beeinträchtigung des Ortsbildes wegen der erforderlichen Masten.
Allen Protesten in Prappach zum Trotz halten die Firma und die Bundesnetzagentur an dieser Vorgehensweise fest. Und die Stadt kann nichts machen. Bürgermeister Werner hat erst wenige Tage vor Weihnachten ein Schreiben der Bundesnetzagentur auf den Tisch bekommen, in dem sie ihre Planung verteidigt.
Ähnlich wie in Prappach ist auch in Augsfeld der Breitbandausbau via Richtfunk vorgesehen. Allerdings gibt es dort keine Proteste. Zumindest sind keine bekannt geworden. Liegt das vielleicht daran, dass der Bürgermeister ein Augsfelder ist?
Wie und vor allen Dingen wann es in den drei Stadtteilen mit dem Breitbandausbau weitergeht, ist derzeit nicht bekannt. Bürgermeister Günther Werner hat aktuell keinen Zeitplan. Allerdings betont die Bundesnetzagentur, dass die Ausbaufirma die Stadt über den Verfahrensstand zu informieren hat.