Die Umbau- und Sanierungsmaßnahmen an der Tagesschule Poxdorf sowie der detaillierte Entwurf des Bebauungsplanes für das neue Baugebiet "Am Mühlweiher II" sind in der jüngsten Poxdorfer Gemeinderatssitzung diskutiert worden. In der Poxdorfer Schule ist jeweils in den Schulferien der vergangenen Jahre viel gebaut worden.
Nun sind alle Umbaumaßnahmen beinahe an ihr Ende gelangt: Etwa in zwei Wochen wird die offizielle Abnahme aller Arbeiten erfolgen. Rückblickend erläuterte Architekt Norbert Siewertsen (Baiersdorf) den Räten den Bauablauf und die Kostensituation.
Die Kosten für die Brandschutzsanierung werden sich auf rund 229 000 Euro belaufen, denn es mussten beispielsweise Brandschutztüren eingebaut und überall doppelte Fluchtwege geschaffen werden wie etwa der Treppenaufgang aus dem Untergeschoss nach außen auf den Schulhof.
Außerdem mussten zusätzliche Brandmelder eingebaut und die Elektrosysteme extra gesichert werden. Die energetische Sanierung wird rund 244 000 Euro kosten.


Kleinere bauliche Eingriffe

Im Zuge dieser Maßnahmen wurden Türen und Fenster samt Sonnenschutz erneuert. Ferner hat man die notwendigen Ausbesserungsarbeiten an der Fassade genutzt, um die Außenansicht der Schule durch Aufbringung eines farbenfrohen Anstriches zu verschönern.
Die Verlagerung der Verwaltungsräume und des Computerzimmers in den Westflügel des Gebäudes, der Umbau der ehemaligen Schulbibliothek zum Jugendraum, der Ersatz der Glasbausteine im Treppenhaus durch formschöne rechteckige Fenster und etliche kleinere bauliche Eingriffe werden rund 105 000 Euro kosten.
Damit bleiben die Ausgaben im Rahmen der prognostizierten Kosten. Die Förderung durch das Kommunale Investitionsprogramm (KIP) wird der Gemeinde noch weitere Erleichterungen bringen. Eine Mitarbeiterin des Ingenieurbüros Sauer und Harrer (Strullendorf) stellte den Entwurf des Bebauungsplanes für das neue Baugebiet "Am Mühlweiher II" vor. Die Ergebnisse der Gemeinderatssitzung von Ende Juli waren bereits eingearbeitet, beispielsweise die Breite der Erschließungsstraße als Weiterführung der bereits bestehenden Straße "Am Mühlweiher" und die Einbahnstraßenregelung für die Verbindung zur Kreisstraße. Neu festgelegt wurden die maximalen Firsthöhen der geplanten Doppel- oder Einzelhäuser, die zwei Vollgeschosse oder ein Vollgeschoss und ein ausgebautes Dachgeschoss haben dürfen.


Pflanzen und Zäune

Bei Doppelhäusern müssen die Bauherren sich auf die gleiche Dachform einigen, wobei der Erstkäufer das Entscheidungsrecht haben soll.
Auch über die erlaubte Bepflanzung, die Art der Zäune sowie über Garagen und Stellplätze wurde diskutiert. Schließlich billigte der Gemeinderat den Bebauungsplan einstimmig und beschloss, ihn für die Dauer eines Monats öffentlich auszulegen und ihn zudem der Öffentlichkeit über die Homepage der Gemeinde im Internet zur Verfügung zu stellen. Die Verwaltung erhielt den Auftrag, die Behörden und die Träger öffentlicher Belange zu beteiligen.