Bauland am Obermain ist gefragt, ob zu Wohnzwecken oder für die unternehmerische Nutzung. Und das bezieht sich nicht nur auf neu erschlossene Außenbereiche. Den Verantwortlichen des Marktes Ebensfeld liegt freilich viel daran, sie wollen auch solche Areale wieder mit Leben erfüllen, die zeitweise fast Dornröschenschlaf-Charakter hatten. Solche standen auf der Tagesordnung der jüngsten Bauausschusssitzung.

Zwar handelte es sich zunächst lediglich um eine Bauvoranfrage, doch es sieht derzeit ganz danach aus, als ob auch das frühere Baywa-Gelände in der Bahnhofstraße in Ebensfeld wieder einer Nutzung zugeführt wird. Die Firma Semmelann & Hümmer uniKorn GbR hat das Grundstück erworben und möchte laut der Voranfrage dort eine Halle für Wohnmobilstellplätze errichten. Die Halle wäre rund 60 Meter lang und acht Meter hoch.

Die Höhe läge damit, erläuterte Bauamtsleiter Schneider dazu in der jüngsten Bauausschusssitzung, deutlich niedriger als beim alten Baywa-Gebäude, das für die Neunutzung des Areals dann natürlich abgerissen würde.

Einverständnis signalisiert

Das Gremium stellte mit einstimmigem Votum das gemeindliche Einvernehmen betreffend des angedachten Hallenbaus in Aussicht. Konkretisierte Planungen des Bauwerbers mit Darlegung der genauen Ausgestaltung des Bauvorhabens sind im Zug des künftigen Bauantrags zu erwarten, mit dem sich dann der Bauausschuss zu gegebener Zeit wieder zu befassen hat.

Wohnraum entsteht

Ebensfeldern, die noch nicht sehr lange hier leben, ist beim Gang durch die Hadergasse heute wohl gar nicht mehr bewusst, dass sich in dieser Straße einst die örtliche Postfiliale befand. Die gelben Schilder wurden längst abmontiert, optisch erinnert so gut wie nichts mehr an die Tage, als hier Briefe und Pakete aufgegeben wurden.

Heute übernimmt diese Rolle eine Postagentur in der Hauptstraße. Nun kehrt aber Leben in das frühere Postgebäude in der Hadergasse zurück.

Auf der Agenda stand in der jüngsten Sitzung des Bauausschusses der Bauantrag eines bereits in Ebensfeld wohnhaften Ehepaars, das das Gebäude zum Einfamilienhaus umbauen möchte. Vor dem Hintergrund, dass sich das Vorhaben in die umgebende Bebauung einfügen dürfte, beurteilte das Gremium das Ansinnen positiv, stimmte dem eingereichten Bauantrag ohne Gegenvotum zu.

Abschiedsraum

Keine Hindernisse sah das Gremium auch bei einem Bauantrag, der im Ortsteil Freiberg die Nutzungsänderung einer Garage in einen gewerblichen Trauer- und Abschiedsraum mit Lagerraum und Toiletten zum Gegenstand hatte, der Bauwerber war in der Sitzung zugegen. Vorgesehen ist eine Bestuhlung mit maximal 20 Sitzplätzen. Das Vorhaben im Innerortsbereich von Freiberg - der Ortsteil verfügt auch über einen eigenen Friedhof - erfuhr einstimmige Befürwortung.

Drei in der Sitzung behandelte Bauanträge hatten die Errichtung von Einfamilienhäusern zum Inhalt. Zwei davon sind im Geltungsbereich des Bebauungsplans "Am Eidig" angesiedelt. Diese wichen zwar vereinzelt von den Festsetzungen des Bebauungsplans ab. Die Abweichungen seien aber vertretbar, befand das Gremium, erteilte dazu Befreiungen. Alle drei Bauwerber können mit Planung und Realisierung ihres neuen Eigenheims nun also loslegen.

Bürgermeister Bernhard Storath wies noch auf die letzte Sitzung des Gemeinderates am 8. Dezember hin. Eine feierlich gestaltete Jahresabschlusssitzung könne es heuer natürlich nicht geben, merkte er an.