Seit einigen Wochen tut sich etwas "An der Steigengasse". Die Firma Günther-Bau aus Stadtsteinach ist gegenwärtig dabei, das Wohnbaugebiet mit 27 Grundstücken zu erschließen und damit auch für die "Häuslebauer" baureif zu machen. Bei einem Ortstermin überzeugten sich Bürgermeister Siegfried Decker (NG) und Diana Reichel vom Ingenieurbüro IB aus Kulmbach vom Fortgang der Arbeiten.
Für die Verlegung der Wasser- und Abwasserleitungen und den abschließenden Straßenbau ist knapp eine Million Euro veranschlagt. Wie Bürgermeister Decker erklärte, bestehe eine rege Nachfrage nach den Baugrundstücken. Gegenwärtig könne man davon ausgehen, dass die Erschließung noch rechtzeitig vor dem Wintereinbruch zum Abschluss gebracht wird.


Glück mit dem Wetter

Die Firma Günther-Bau liegt im Zeitplan. "Wir hatten Glück mit dem Wetter", sagte dazu der Bürgermeister. Auch der vorgegebene Kostenrahmen werde eingehalten. Der Auftrag umfasse 925 000 Euro. In diesen Kosten sei neben der Erschließung auch die Errichtung eines Dammes für den Hochwasserschutz enthalten. Hierzu werde ein Entwässerungsgraben mit Drainage angelegt, ferner erfolge eine zusätzliche Anhebung der Baugrundstücke. "Dadurch dürfte sich die Überflutungsgefahr, die durch Hanglage seit eh und je besteht, deutlich verringern - und das nicht nur für die neuen Häuslebauer, sondern auch für die bisherigen Anlieger", verdeutlichte Siegfried Decker.
Das Oberflächenwasser werde aus dem Entwässerungsgraben direkt und schadlos in den Gasgraben eingeleitet. Dadurch werde auch das Kanalsystem vor Regenwasser geschützt. Von Vorteil wäre sicherlich auch, wenn die Bauherren dazu beitragen würden, das Kanalsystem zu entlasten, indem sie Zisternen auf den Grundstücken als Regenwasserrückhalt einrichten.


Erweiterung angedacht

Das Baugebiet "An der Steigen-gasse" ist etwa 2,8 Hektar groß. Westlich davon sollen in einem weiteren Bauabschnitt noch einmal rund 1,8 Hektar folgen. Aufgrund der wesentlich niedrigeren Investitionskosten wurde die Entwässerung im Mischsystem gewählt.
"Die Hauptstränge für die Kanal- und Wasserleitung sind fertig", erläuterte Diana Reichel. In den nächsten beiden Wochen würden noch die Hausanschlussleitungen für Kanal und Wasser verlegt. "Danach werden wir anfangen, den Straßenkörper auszukoffern beziehungsweise aufzuschottern." Wenn die Randbefestigungen abgesteckt seien, könne Mitte bis spätestens Ende Oktober asphaltiert werden.
Nicht unerwähnt ließ Bürgermeister Siegfried Decker, dass die Telekom die Glasfasertechnik für die Breitbandversorgung in jedes Baugrundstück und anschließend auch in jedes Haus eigenwirtschaftlich verlegen wird: "Diese Technik garantiert deutlich höhere Übertragungsraten als das bekannte Kupferkabel."


Glasfaser und Erdgas

Daneben verlegt das Bayernwerk im gesamten Baugebiet eine Erdgasleitung. Die schöne Lage, ein attraktiver Grundstückspreis einschließlich der Straßenherstellungskosten, der bei rund 85 bis 90 Euro liegen wird, und die guten Infrastruktureinrichtungen stellte Decker besonders heraus: "Es besteht reges Interesse am Kauf der Grundstücke, wir haben schon zahlreiche Vormerkungen."
Die Gemeinde habe schon seit längerer Zeit kein neues Baugebiet erschlossen, "weil es uns in erster Linie darum ging, Baulücken in Altortschaften zu schließen, was uns auch weitgehend gelungen ist", verdeutlichte der Bürgermeister.