Nur einen Punkt zum Beschluss fanden die Räte bei der außerordentlichen Gemeinderatssitzung auf der Tagesordnung. Es ging darum, die Ergründungs- und Maurerarbeiten für die Erweiterung der Kindertagesstätte in Pinzberg zu vergeben. Acht Firmen hatten sich um den Auftrag beworben. Er wurde an die Firma Kestler aus Forchheim für 168 800 Euro vergeben.
Bürgermeister Reinhard Seeber (CSU) betonte, dass durch die frühzeitige Vergabe die Arbeiten bereits Mitte September beginnen könnten. Das Ziel ist, die Rohbauarbeiten noch vor dem Winter abschließen zu können. Das Stromversorgungsunternehmen Elektra Pinzberg bot an, bei Erdverkabelungsarbeiten am Lohranger in Pinzberg auch die Lichtmasten anzuschließen. Eventuell käme auch noch die Telekom dazu, so dass die Kosten von 34 000 Euro von drei Parteien zu tragen wären.
Im gleichen Zug bietet Elektra an, die Straßenbeleuchtung an dieser Stelle mit elf modernen LED-Lampen für 14 000 Euro zu ersetzen. Gemeinderat Hermann Greif (WUB) wollte in diesem Zusammenhang wissen, ob die geplante Maßnahme auch wirtschaftlich sinnvoll ist. Schließlich habe man ein funktionierendes System, wenn auch mit deutlich höherem Stromverbrauch.


Seeber: kein Luxus

Marcus Steurer (FW) erläuterte, dass LED-Leuchten nur rund zehn Prozent des Stroms der alten Lampen benötigten. Seeber sieht es nicht als Luxus an, nach 46 Jahren die Leuchten zu erneuern. Das Thema wird auf der Tagesordnung der nächsten Gemeinderatssitzung zur Beschlussfassung erscheinen.
Dies gilt auch für "Reinigungsarbeiten in Schule und Turnhalle". Die bisherige Reinigungskraft hat überraschend gekündigt. Trotz eines Inserats konnte die Gemeinde bislang keinen Ersatz finden. Sie sah sich deshalb genötigt, bei den Reinigungsfirmen Basler und Eckert anzufragen.
Je nach Gestaltung bewegen sich demnach die Kosten für die 1100 Quadratmeter große Fläche zwischen 15 000 und 19 000 Euro im Jahr. Gemeinderat Stefan Hack (CSU/BB) zeigte sich davon nicht begeistert. Er forderte, auch die angebotenen Stunden zu prüfen. Hack möchte vermeiden, dass hier Personal ausgebeutet wird.
Hack fordert deshalb, dass Leistung und Entlohnung in einem gesunden Verhältnis zueinander stehen.