In der Firma KKT (Kautschuk-Kunststoff-Technik) in Pressig wurde am Freitag ein Technologiezentrum Werkzeugbau seiner Bestimmung übergeben. Die Firma investierte eine Million Euro und sieht sich durch Anschaffung eines Roboters weiter im Wachstum und auf Expansionskurs. Entsprechend der wirtschaftlichen Bedeutung für den Standort Pressig und für die Region waren auch Ehrengäste zu diesem erfreulichen Anlass gekommen. Grußworte zur Investition sprachen Bürgermeister Hans Pietz, stellvertretender Landrat Gerhard Wunder, MdB Hans Michelbach, MdL Jürgen Baumgärtner und der Vizepräsident der IHK für Oberfranken und Vorsitzender im IHK Handelsgremium Kronach, Hans Rebhan. Geschäftsführer Andreas Sandner hob die Bedeutung dieser größten Investition der letzten 15 Jahre bei KKT hervor. Bis es zu dieser offiziellen Inbetriebnahme kommen konnte, sei es ein langer Weg mit vielen Gedanken und Gesprächen innerhalb der Führungskräfte der Firma gewesen. "Durch Preisdruck von Werkzeugbauern aus Asien, durch einen Technologiesprung in den Bereichen Fräsen, Erodieren und Automation und durch Kundenforderungen in punkto Genauigkeit und Geschwindigkeit war Handeln notwendig geworden. Dem standen aber auch Hemmnisse gegenüber, die zu reifer Überlegung Anlass gaben." Dabei nannte Sandner die Investitionssumme von einer Million Euro, das Raumkonzept mit begrenzten Räumlichkeiten und baulichen Einschränkungen wie einer Deckenbelastung von 1500 Kilogramm, die schwankende Auftragslage in der Automobilindustrie und auch die personelle Bewältigung des Technologiesprungs. "Unter diesen Überlegungen blieben zwei Alternativen, einmal den Zukauf von Werkzeugen und Bauteilen aus Asien ausbauen oder in neue Technologie am eigenen Standort investieren." Ein auf den Grundlagen der Überlegungen erstelltes Konzept habe dann bei Gesellschaftern und Geschäftsführung zur Entscheidung für die Investition am Standort Pressig geführt. "Nachdem schon einige Proben mit der Maschine gelaufen sind, kann man sie offiziell in Betrieb nehmen. Die Vorteile liegen auf der Hand", so der Geschäftsführer und nennt die höhere Präzision bei der Bestückung mit dem Roboter, die integrierte Messmaschine, die Werkzeuge und Werkstücke misst, sowie die neue Generation von Maschinen mit deutlich höherer Genauigkeit als Hauptfaktoren. Sandner dankte vor allem den Mitarbeitern in den Abteilungen Erodieren und Programmieren, die sich der neuen Herausforderung gestellt und hervorragend gemeistert hätten. "Die Investition ist ein wesentlicher Baustein zur Existenzsicherung der Firma und der damit verbundenen Arbeitsplätze", so Sandner abschließend.
Bürgermeister Hans Pietz sprach von einem freudigen Tag für den Markt Pressig. Landratstellvertreter Gerhard Wunder überbrachte Glückwünsche von Landrat Oswald Marr und sagte, der Landrat sei glücklich über solche Firmen, die durch Kreativität, Innovation und Investition die Region nach vorne bringen würden. MdB Hans Michelbach sah in der Investition ein Signal für die Zukunft. MdL Jürgen Baumgärtner sprach KKT Glückwünsche für ihre positive Entwicklung aus. Hans Rebhan (IHK) sah in der Investition eine Bestätigung der guten Stimmung in ganz Oberfranken. eh