Ein Photovoltaik-Speicher-Projekt planen Benedikt Deuchert aus Bad Kissingen und Johannes Schmitt aus Münnerstadt in der Hörnau. Nachdem sie einen entsprechenden Antrag gestellt hatten, bekamen sie in der jüngsten Sitzung des Bau- und Umweltausschusses die Möglichkeit, das Projekt vorzustellen. Eine Entscheidung über den Bauantrag war in dieser Sitzung noch nicht vorgesehen. Geplant ist die Anlage auf einem etwa 1,5 Hektar großen Feld in der Hörnau, rund 200 Meter hinter dem Bauhof in Richtung Burglauer.

An den vier Tagen zu Ostern war in der Mittagszeit der Bedarf an Strom geringer als die erneuerbare Produktion, machte Benedikt Deuchert anhand einer Präsentation deutlich. Also sei der überschüssige Strom ins Ausland "verschenkt worden". Eine mögliche Lösung des Problems sehen die beiden Antragsteller in der Verschiebung der Sonnenenergie in die Abend- und Nachtstunden. Dafür ist eine Zwischenspeicherung erforderlich.

Deshalb soll mit der Photovoltaikanlage zur Netzunterstützung ein hochmoderner Batteriespeicher installiert werden. Ein Netzeinspeisepunkt liege in der Nähe vor, so Benedikt Deuchert. Es handele sich um eine benachteiligte Fläche im 200-Meter-Korridor der Bahnlinie, also in einem für Photovoltaik bevorzugten Areal. Es sei jedoch ein Landschaftsschutzgebiet, weshalb die Auswirkungen noch zu klären seien. Nachdem er einen Überblick über den Standort gegeben hatte, kam Benedikt Deuchert zu den technischen Daten. 1500 kWp (Kilowatt peak/spitze) Leistung soll die Anlage haben, der Speicher wird ein Drittel davon, also 500 kW, haben. Die Speicherkapazität beträgt etwa 1000 Kilowatt. Bei einer Laufzeit von 20 Jahren und einer konservativen Schätzung betrage die Einsparung an Kohlendioxid rund 10 000 Tonnen. Es sei ein Projekt aus der Region für die Region, sagte Deuchert. Eine Photovoltaik-Anlage mit innovativem Charakter durch den beigestellten Energiespeicher sei ein Vorreiterprojekt in der ganzen Region. "Wir werden uns damit beschäftigen", kündigte Bürgermeister Michael Kastl (CSU) an, auch mit Verweis auf den neuen Klimamanager.