Im Alter von 75 Jahren ist in der Nacht von 17. auf 18. Juli Pfarrer i. R. Edwin Erhard in Münnerstadt gestorben. Erhard wurde 1946 in Rannungen geboren. Nach seiner Priesterweihe durch Bischof Josef Stangl am 24. Juni 1973 in Würzburg war er Kaplan in Aschaffenburg-Herz Jesu und Würzburg-Heiligkreuz. 1978 wurde er Religionslehrer an der Realschule in Obernburg und Verweser der Kuratie Hausen bei Aschaffenburg. 1984 kam er als Kuratus nach Volkers. Zugleich wurde Erhard zum Rektor des Jugendhauses und zum Leiter der Katholischen Landvolkshochschule Volkersberg ernannt. 1991 wurde er Pfarrer von Langenprozelten und Hofstetten, 1993 auch von Massenbuch. 2000 ging er als Gefängnispfarrer an die Justizvollzugsanstalt Würzburg, 2001 zusätzlich an die JVA Schweinfurt. 2003 wurde Erhard zudem Schaustellerseelsorger für das Bistum. 2006 übernahm er zudem die Pfarradministration von Würzburg-Sankt Albert, 2007 wurde er Pfarradministrator von Würzburg-Sankt Jakobus der Ältere. Im Frühjahr 2010 wurde Erhard in den Ruhestand versetzt. Grund hierfür war eine Selbstanzeige. Staatlicherseits wurden die Ermittlungen wegen Verjährung eingestellt, kirchenrechtlich aufgearbeitet.

Ende 2010 erteilte ihm Bischof Dr. Friedhelm Hofmann nach sorgfältiger und umfassender Prüfung die seelsorgerische Leitung des Emmaushofs in Gauaschach in Zusammenarbeit mit dem Caritasverband für die Diözese Würzburg und dem Verein Emmaushof Gauaschach, die Erhard bis 2013 innehatte. Weiter half er seither in der Pfarreiengemeinschaft "Sieben Sterne im Hammelburger Land, Hammelburg" mit. Von 2015 bis 2018 war er zudem Dekanatsbeauftragter für Alten- und Krankenpastoral, Bereich Krankenpastoral, im Dekanat Hammelburg. Seit 2021 lebte er in Münnerstadt. Ort und Termin für die Beisetzung werden noch bekanntgegeben. pow