Personalnot bei Agilis

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Das Verkehrsunternehmen Agilis ist von krankheitsbedingten Personalausfällen betroffen. "Leider hat die Analyse des Personalbestands ergeben, dass auch nach Schulbeginn der Betrieb nicht vollumfänglic...

Das Verkehrsunternehmen Agilis ist von krankheitsbedingten Personalausfällen betroffen. "Leider hat die Analyse des Personalbestands ergeben, dass auch nach Schulbeginn der Betrieb nicht vollumfänglich wieder aufgenommen werden kann", heißt es in einer Pressemitteilung. Es komme daher ab Montag, 10. September, bis einschließlich Freitag, 14. September, zu Einschränkungen unter anderem auf der Strecke Bamberg - Forchheim. Die Details sind im Internet unter agilis.de/abweichungen zu finden.

Die Arbeitszeiten der Triebfahrzeugführer sind laut Agilis sowohl durch bahnbetriebliche Vorschriften und Arbeitszeitgesetze als auch tarifvertraglich geregelt. So müssen beispielsweise bestimmte Ruhezeiten eingehalten werden, weswegen nicht in allen Fällen krankheitsbedingte Ausfälle kurzfristig abgefangen werden könnten.

Agilis setze im Falle von Personalausfällen zum Beispiel auch Mitarbeiter aus anderen Bereichen (etwa aus der Verwaltung) ein, die zugelassene Triebfahrzeugführer sind.

Gesamte Branche betroffen

Das Problem der vor allem krankheitsbedingten Personalausfälle betreffe derzeit nicht nur Agilis, sondern die gesamte Bahnbranche. Hier sei der Fachkräftemangel deutlich spürbar. Agilis versuche, diesem Engpass mit einer innerbetrieblichen Qualifizierung zum Triebfahrzeugführer entgegenzusteuern, die bis zu zwei Mal im Jahr für bis zu 25 Personen stattfindet.

Die Kosten für die neunmonatige Ausbildung werden laut Unternehmensangaben komplett übernommen, den Auszubildenden erwarte zusätzlich ein Gehalt von circa 2200 Euro brutto. Trotz dieser Anreize werde es immer schwieriger, geeignetes Fahrpersonal zu finden, wodurch die personellen Kapazitäten "zum jetzigen Zeitpunkt vollkommen ausgeschöpft sind". red