Für den barrierefreien Ausbau des Pegnitzer Bahnhofs könnte noch in diesem Jahr eine positive Entscheidung fallen. "Wir sehen Licht am Horizont", sagte der Bundestagsabgeordnete Hartmut Koschyk (CSU) bei einem Ortstermin mit Vertretern der Deutschen Bahn sowie von Bund und Land am Montagabend in Pegnitz. Zuvor hatte Stefan Schell vom Bayerischen Innenministerium allen Beteiligten in Aussicht gestellt, dass der knapp zehn Millionen Euro teure barrierefreie Ausbau in das sogenannte Bayern-Paket der Fördertranche 2019 - 2025 aufgenommen werden könnte.


Keine schnelle Lösung

Herbert Kölbl von der Deutschen Bahn AG konnte bei dem Termin noch wenig Hoffnung auf eine schnelle Lösung machen. Derzeit gebe es keine konkreten Planungen seitens der Bahn für einen barrierefreien Ausbau, sagte Kölbl. Für die Bahn gehe es in erster Linie um Bestandserhaltung. Die Bahn packe dort an, wo die Not am Größten ist, um den Betrieb sicherzustellen. Auch in den entsprechenden Bundesprogrammen sei Pegnitz derzeit nicht vorgesehen, so Hans-Jürgen Jacobs vom Bundesverkehrsministerium. Bundesmittel seien in erster Linie dafür vorgesehen, um die Substanz zu erhalten.


Umsteigeintensiv

Der Bundestagsabgeordnete Koschyk, auf dessen Initiative der Ortstermin zustande gekommen war, bezeichnete Pegnitz als den "umsteigeintensivsten Bahnhof Bayerns, der noch nicht barrierefrei ist". Mit bis zu 4500 Ein- und Ausstiegen pro Tag spiele der Pegnitzer Bahnhof eine wichtige Rolle, so die Landtagsabgeordnete Gudrun Brendel-Fischer, die den Bahnhof als besonders bedeutsam für die örtliche Schullandschaft, auch im Hinblick als neuer Standort für die Fachhochschule für Justiz einstufte.
Der Pegnitzer Bürgermeister Uwe Raab sprach von zunehmendem Pendlerverkehr, von einer regen Touristennutzung, aber auch von Rollstuhlfahrern, gehbehinderten Menschen und älteren Leuten mit Rollatoren, die den Bahnhof täglich nutzen würden. Der Pegnitzer Bahnhof sei auch die zentrale An- und Abfahrtsstelle für den öffentlichen Personennahverkehr. red