Josef Hofbauer Schlicht "eine Zumutung" nannte Kreisrat Wolfgang Fees (SPD) bei der jüngsten Sitzung des Kreisausschusses die Parksituation rings um das Landratsamt. "Das grenzt an Unterlassung" ereiferte sich der Langensendelbacher Kreisrat.

Vor allem wegen der archäologischen Grabungen im Zuge des Neu- und Erweiterungsbaus des Forchheimer Landratsamtes stünden seit geraumer Zeit so gut wie keine Parkplätze mehr zur Verfügung. Es sei ein Wunder, dass es hier nicht zu mehr nervenaufreibenden Szenen komme. Der Mangel an Stellflächen werfe die Frage auf, ob der Landkreis nicht den Bau eines Parkhauses ins Auge fassen solle, regte Fees an.

Landrat Hermann Ulm (CSU) zeigte sich offen für diesen Vorschlag. Er räumte ein, dass die Parksituation rings um den Streckerplatz derzeit als suboptimal eingestuft werden müsse. Vor allem im Hinblick auf die Gymnasien solle man den Gedanken eines Parkhauses aufnehmen und mittelfristig weiterführen. "Ein solches Parkhaus käme ja auch der Stadt Forchheim zugute", überlegte Landrat Ulm.

Kreisrat Karl Waldmann (Die Grünen) erinnerte sich, dass dieser Gedanke schon einmal angesprochen worden sei. Bei der Lösung der Parkraumnot in Forchheim müsse aber auch überlegt werden, welche Anreize der Landkreis machen könne, dass nicht jeder mit dem eigenen Auto zur Arbeit fährt. ÖPNV-Angebote, so Waldmann, müssten deshalb zwingend in die Überlegungen einbezogen werden. "Da brauchen wir ein Gesamtkonzept", forderte Waldmann.