Nach langer Pause fand jetzt beim Ortsverband Bad Brückenau der Senioren-Union (SEN) wieder eine reguläre Vorstandssitzung statt. "Corona hat uns in den vergangenen Monaten bei vielen Dingen leider einen Strich durch die Rechnung gemacht", stellte die Vorsitzende Hildegard Schöbel-Bossinger mit Bedauern fest. Deshalb sei es aktuell sehr wichtig, in nächster Zeit wieder mehr Präsenz in der Öffentlichkeit zu zeigen und die Werbung neuer Mitglieder zu intensivieren.

Obwohl bei der Veranstaltungsplanung noch etliche Punkte offen sind, steht ein Termin bereits fest. Die Jahreshauptversammlung des momentan 89 Mitglieder zählenden Ortsverbands findet am Donnerstag, 7. April, im Hotel Rhönhof in Oberleichtersbach statt. Die Zusammenkunft beginnt um 15 Uhr.

Besichtigungen geplant

Auf reges Interesse sind bei den Seniorinnen und Senioren in den Zeiten vor den Einschränkungen durch die Pandemie die Besichtigungen von Unternehmen aus der Umgebung gestoßen. Diese Angebote sollen fortgeführt werden. Ins Auge gefasst ist beispielsweise ein Besuch bei der Firma Volklandt in Schildeck Ende April. Tradition haben darüber hinaus die Abstecher zu Einrichtungen der Bundeswehr in Wildflecken. Vermutlich noch in der ersten Jahreshälfte will man sich bei einer Führung vor Ort über das Gefechtssimulationszentrum informieren.

Einige Ausführungen machte Hildegard Schöbel-Bossinger zum noch relativ jungen Bad Brückenauer Beirat für Senioren und Menschen mit Handicap, in dem sie auch selbst mitarbeitet. Mit diesem Gremium kann sich die Vorsitzende eine "durchaus fruchtbare Zusammenarbeit" vorstellen, zumal es bei den Zielen beider Gruppierungen etliche Parallelen gibt. Eine Kooperation ganz anderer Art sprach Walter Gutmann an. Er plädierte für noch engere Kontakte zur Jungen Union, um auch generationsübergreifend in einen Erfahrungsaustausch zu treten. So könnten auch die Alten von den Jungen etwas lernen, beispielsweise wenn es um den Umgang mit Smartphone und PC geht.

Ukraine-Projekt unterstützen

Natürlich war auch der Krieg in der Ukraine ein Thema auf der Vorstandssitzung. Da vermutlich schon etliche Mitglieder in irgendeiner Form individuell gespendet hätten, so Karlheinz Schmitt, plädierte er dafür, später ein konkretes Projekt vor Ort zu unterstützen. Er dachte dabei in erster Linie an Flüchtlinge, die zumindest vorübergehend in Bad Brückenau oder der näheren Umgebung eine Bleibe finden. Details, wie die ganze Angelegenheit gehandhabt werden könnte, sollen in größerer Runde auf der Jahreshauptversammlung erörtert werden.

Neben der Bekanntgabe einiger Regularien aus dem Kreisverband informierte Hildegard Schöbel-Bossinger noch darüber, dass seit einigen Monaten der Staatssekretär a.D. und Altlandrat Franz Meyer neuer SEN-Landesvorsitzender ist. Er trat die Nachfolge von Staatsminister a.D. Thomas Goppel an, der bei einem Treffen in Stadtbergen gleichzeitig zum Ehrenvorsitzenden gewählt wurde.