Nach umfangreicher Renovierung präsentiert sich die Orgel in der Kirche Sankt Sebastian Prölsdorf sowohl in Funktion als auch in der Optik wie neu. Wer zur Empore schaut, sieht die Orgel jetzt im Originalzustand von 1860 und am kommenden Sonntag, 4. Dezember, präsentiert der Orgelbaumeister Thomas Eichfelder den Umbau und das Ergebnis im Rahmen eines kleinen Orgelkonzerts.
Erklungen ist die restaurierte Orgel erstmals bei einem Konzert im August. Damals beging Prölsdorf mit einem Festwochenende seine 900-Jahr-Feier. Gerade rechtzeitig waren die Arbeiten abgeschlossen worden.
Zu der Vorgeschichte: Als die Kirchenverwaltung in Prölsdorf über eine Innenrenovierung der Kirche Sankt Sebastian beraten hatte, war schnell klar, dass auch die Orgel überholt werden soll. Nach einigen Gesprächen mit dem Regionalkantor Rainer Aberle von der Diözese Würzburg wurde der Auftrag für die Restaurierung der Orgel an die Firma Eichfelder in Bamberg vergeben. Die historische, 156 Jahre alte Orgel von Josef Wiedemann, ebenfalls aus Bamberg, mit ihren 831 Pfeifen wurde komplett ausgebaut und nach Bamberg transportiert. In der Orgelbauwerkstatt wurden alle Teile gereinigt und begutachtet, alle schadhaften Teile repariert oder originalgetreu ersetzt.
Ziel war es, die Orgel in den Originalzustand zu versetzen. Dazu wurden Windkanäle umgebaut und die Pfeifen wieder in Längsrichtung angeordnet - wie im Original von 1860. Als sich die Frage der Farbfassung stellte, fand sich im Buch "Historische Orgeln in Unterfranken" aus dem 19. Jahrhundert eine Vorlage.
Orgelbaumeister Eichfelder hat viele der Arbeitsgänge in Bildern festgehalten, die er am kommenden Sonntag präsentiert. Er wird seine Arbeit erläutern und das Ergebnis erklingen lassen. Alle Interessierten sind willkommen am Sonntag, 4. Dezember, um 14 Uhr in der Prölsdorfer Sebastianskirche. sw