Am 22. Mai findet zum 7. Mal der "Autofreie Sonntag" im Weißmaintal statt. Radler, Inlinerskater, Nordic Walker und Fußgänger erobern dann die Straße zwischen Kauerndorf und dem Trebgaster Badesee.

"Dieser Event hat sich zu einem herausragenden Ereignis entwickelt", eröffnete Landrat Klaus Peter Söllner die Abschlussbesprechung mit allen Einsatzkräften am Trebgaster Badesee. Die siebte Auflage sollte eigentlich bereits im vergangenen Jahr stattfinden, aber durch Corona sei eben alles etwas anders gewesen. "Aber wir wollen diese Veranstaltung auf jeden Fall fortführen und freuen uns schon darauf."

Informieren und aufklären

Der Landrat legt größten Wert darauf, dass es ein unterhaltsamer Tag wird, nicht nur mit Radfahren, Skaten und Nordic Walking, "sondern wir wollen auch an vielen Stellen informieren und aufklären". Söllner dankte bereits für die Unterstützung durch die beteiligten Kommunen, den Naturschutz und die verschiedenen Rettungseinheiten. "Diese Präsenz und das ehrenamtliche Engagement sind ein positives Beispiel für hervorragendes gemeinnütziges Handeln einer aktiven Bürgergesellschaft."

Im Landratsamt laufen derzeit alle Fäden zusammen. Dort steht Ingrid Flieger an der Spitze eines schlagkräftigen Teams, das die Vorbereitungen koordiniert. Sie weiß, dass am kommenden Sonntag auch viele andere Einsatzkräfte gebraucht werden.

BRK, Polizei, Bundespolizei und Verkehrssicherung werden mit den Feuerwehren Hand in Hand arbeiten. Dazu wird auch das ehrenamtliche Engagement vieler Vereine und Verbände an der fast zehn Kilometer Strecke beitragen. Sie werden mit Aktions- und Informationsständen, Attraktionen für Kinder und gastronomischen Angeboten ein abwechslungsreiches Programm zwischen Kauerndorf und dem Trebgaster Badesee bieten.

"Ganz im Vordergrund steht für uns die Sicherheit, das ist das A und O", erklärt Ingrid Flieger. "Obwohl jetzt schon eine gewisse Routine greift, hat vorher extra noch ein Treffen im Landratsamt mit den Sicherheitskräften stattgefunden." Zur Sicherheit sind Absperrungen und Umleitungen zwingend erforderlich. Die gesamte Strecke wird von 8.45 Uhr bis ca. 17.30 Uhr gesperrt. Dadurch werden sich zwangsläufig Beeinträchtigungen ergeben. So wird die Zufahrt mit Kraftfahrzeugen zu Anwesen, die innerhalb der Strecke liegen, nicht möglich sein. Ebenso können Kraftfahrzeuge, die sich innerhalb der Absperrungen befinden, diesen Bereich im genannten Zeitraum nicht verlassen.

Im Notfall darf nur das Bayerische Rote Kreuz (BRK) durchfahren, deren Fahrzeuge sind am Anfang und Ende der Strecke stationiert. Ingrid Flieger bittet die Sozialverbände, eventuell erkennbare Probleme, zum Beispiel bei "Essen auf Rädern", bereits im Vorfeld mit dem Landratsamt abzuklären.

Die Absicherung erfolgt durch 14 Verkehrs- und Sicherungsposten der Feuerwehren. Sie sind auch mit Verbandkästen ausgerüstet. "Ohne die Feuerwehren geht gar nichts", lobt Ingrid Flieger bereits deren Einsatzbereitschaft. "Dank der Unterstützung durch die Kulmbacher Brauerei und Bad Brambacher werden sie gut versorgt."

Fahrradstaffel der Polizei

Die Polizei ist mit einer Fahrradstaffel vor Ort. Polizeihauptkommissar Peter Neder von der Inspektion Stadtsteinach appelliert: "Damit man diesen Tag auch richtig genießen kann, sollte auf ein verkehrssicheres Rad und einen passenden Helm geachtet werden." Dass auch an diesem Tag die Straßenverkehrsordnung und auf dem Fahrrad die Promillegrenze gilt, sollte jeder wissen. Aus Sicherheitsgründen bittet Neder darum, Hunde nur angeleint und zu Fuß mitzuführen.

Für die beiden Bürgermeister, Anita Sack (Ködnitz) und Herwig Neumann (Trebgast), ist es jeweils ihr erster "Autofreier Sonntag". Sie laden die Bevölkerung ein, die Gelegenheit zu nutzen, dieses wunderschöne Weißmaintal kennenzulernen und zu erfahren, wie schön es hier ist. "Radeln, rasten, miteinander reden, das tut allen gut." Roland Ramming vom Bund Naturschutz ergänzt: "Es lohnt sich wirklich, dieses Tal anzuschauen und zu genießen. Es ist ein Juwel, hoffentlich bleibt es so."