Die Pläne der Energieagentur Nordbayern zur Errichtung einer Photovoltaikanlage an der Kläranlage Himmelkron und konzeptionellen Überlegungen zur Verbesserung der Klärschlammtrocknung stießen bei dessen jüngster Sitzung auch im Gemeinderat auf ein positives Echo. Für die Agentur waren Manuela Endres und Markus Weihermüller nach Himmelkron gekommen.

Zunächst bezeichnete Klärwärter Stefan Fiolka die im Jahre 2013 weitgehend in Eigenleistung errichtete Klärschlammtrocknung als eine herausragende Anlage. Seitdem wurden demnach knapp 30 000 Tonnen Nassschlamm entwässert und mit der solaren Klärschlammtrocknung konnte die Menge um 1730 Tonnen reduziert werden. Damit wurde eine Einsparung der Entsorgungskosten von 2013 bis 2020 in Höhe von rund 23 000 Euro erreicht.

Endres begann mit der Vorstellung der Klärschlammtrocknung mit Biomassewärme. Derzeit fallen demnach jährlich rund 3500 Kubikmeter Nassschlamm an der Kläranlage an. Während die mechanische Trocknung durch die Schneckenpresse zu einem Trocknungsrückstandsgehalt von 24 Prozent führe, werde durch eine Solartrocknung und Einbindung einer Luft-Wärmepumpe im Jahresmittel ein Trockengehalt von 40 Prozent erreicht. Im Sommer liegt der Wert sogar bei 60 bis 65 Prozent. Bei 40 Prozent fallen ihrer Einschätzung nach jährlich 350 Tonnen an Klärschlamm an, die entsorgt werden müssen.

Die Vorteile der Erhöhung des Trockengehaltes lägen auf der Hand: "Reduktion der Entsorgungskosten durch Volumen- und Gewichtreduzierung, geringere Geruchsbelastung und verbesserte Lager- und Transporteigenschaften des Klärschlamms", so Endres. Um eine Erhöhung des Trockengehaltes vor allem in den Wintermonaten und den Übergangsmonaten zu erreichen, biete sich eine zusätzliche Wärmeerzeugung auf Basis von Holzhackschnitzeln an. Ziel sei es, den Trockengehalt im Jahresmittel von 40 auf 70 Prozent zu steigern.

Bei der Wärmebereitstellung mit Holzhackschnitzeln sei eine Gesamtinvestition von 134 000 Euro notwendig. Die jährlichen Einsparungskosten durch die Erhöhung des Trockengehaltes auf 70 Prozent lägen bei knapp 17 000 Euro. Eine Erhöhung des Trockengehaltes von 40 auf 70 Prozent mittels Wärme aus Holzhackschnitzeln ist Endres zufolge wirtschaftlich: "Es entsteht eine Einsparung von brutto 1780 Euro im Jahr. Muss oder soll zukünftig der Klärschlamm durch Mitverbrennung in einem Kraftwerk entsorgt werden, fällt die Einsparung auf Grund der höheren Entsorgungskosten größer aus. Diese liegt dann bei jährlich rund 6240 Euro."

Weihermüller beschäftigte sich mit der Photovoltaik-Eigenstromerzeugung auf der Kläranlage, die einen Jahresstromverbrauch von 245 000 kWh hat. Die Kläranlage würde eine Anlagengröße von 80 kWp vertragen. Damit könnten 75 200 kWh pro Jahr erzeugt werden. Weitere Möglichkeiten der PV-Nutzung bestehen bei der Pumpstation Eckenweg, dem Freibad, dem Feuerwehrgerätehaus Himmelkron und der Grundschule Himmelkron-Lanzendorf.

Im Gremium stand man einer erhöhten Klärschlammtrocknung mit Biomassewärme und Photovoltaikanlagen positiv gegenüber.

Skaterplatz kommt teurer

Ein Konzept für einen Skaterplatz am früheren Bahnhofsgelände in Himmelkron stellte Michael Meißner vom gleichnamigen Büro aus Weißdorf vor. Ging der Gemeinderat einst noch von Kosten von 80 000 Euro aus, bewegt sich die vorgelegte Planung auf rund 200 000 Euro zu. Für Bürgermeister Schneider und auch seinen Stellvertreter Harald Peetz (CSU) ist das Projekt nur in Abschnitten finanzierbar. Zunächst soll sich nun der Jugendausschuss mit den Details befassen.