Der Neuerlass der Hundesteuersatzung und eine Grundsatzentscheidung zum Erlass einer Einfriedungssatzung waren die Hauptthemen der ersten öffentlichen Gemeinderatssitzung nach der Sommerpause. Diese fand erstmals im Saal des Gasthofes "Drei Linden" in Bärnfels stattfand.

Die Hundesteuersatzung der Gemeinde Obertrubach wurde 2006 erlassen und 2007 angepasst. Seitdem hat sich an den Sätzen der Hundesteuer nichts mehr geändert. Nun brachte das bayerische Innenministerium eine neue Mustersatzung heraus, weil viele Hundesteuersatzungen nicht mehr zeitgemäß sind. Dies nahm Geschäftsführer Ulrich Meierhöfer nun zum Anlass, die Hundesteuersatzung nach anzupassen.

Gravierende Änderungen gäbe es jedoch keine, so Meierhöfer. Für den ersten Hund zahlt ein Hundebesitzer bisher 50 Euro und für jeden weiteren 100 Euro pro Jahr. Ein Kampfhund kostet 750 Euro Steuern. Es gibt zwar vier Hunde in der Gemeinde, die als Kampfhunde eingestuft sind, diese haben jedoch alle ein Negativzeugnis und können somit als "normale" Hunde geführt werden. Insgesamt gibt es 134 Hunde in Obertrubach von deren Besitzern die Gemeinde im Jahr rund 7300 Euro an Hundesteuer kassiert.

Höherer Steuersatz beschlossen

Erwin Eichler (CSU) hält die Steuersätze aufgrund allgemeiner Preissteigerungen seit 2007 für nicht mehr zeitgemäß. Er schlug daher vor, für den ersten Hund 60 Euro und für jeden weiteren 120 Euro zu verlangen.

Auch der Steuersatz für Kampfhunde soll auf 800 Euro erhöht werden. Bürgermeister Markus Grüner (CSU) lies über beide Vorschläge abstimmen.

Einstimmig entschieden sich die Räte dafür, die Hundesteuer ab dem nächsten Jahr anzuheben. Erich Fiedler (BU), seines Zeichens Jagdfachberater des Kreises Forchheim, verwies darauf, das Jagdhunde mit Jagdzulassung und gültiger Brauchbarkeitsprüfung weiterhin steuerfrei bleiben müssen. Dies wurde bereits früher beschlossen. tw