von unserer Mitarbeiterin Evi Seeger

Mühlhausen — Was tun, wenn an einer öffentlichen Ausschreibung nur ein Bieter teilnimmt? Diese Frage beschäftigte den Gemeinderat Mühlhausen in seiner jüngsten Sitzung. "Selbst wenn wir jetzt die Ausschreibung aufheben, ist es nicht sicher, dass es bei einer erneuten günstiger wird", sagte Bürgermeister Klaus Faatz (CSU).
Das Höchstadter Ingenieurbüro Maier hatte die Bauleistungen für die Errichtung eines Infopavillons mit E-Bike-Tankstelle am Rundweg der erneuerbaren Energien ausgeschrieben. Eingegangen war nur ein Angebot eines Bamberger Unternehmens. Die Angebotssumme von mehr als 59 000 Euro überraschte die Ratsmitglieder, lag doch die Kostenschätzung bei lediglich 50 000 Euro.
Wie Klaus Faatz erläuterte, seien in dem Angebot Leistungen enthalten, die nicht unbedingt gleich zur Ausführung kommen müssten. Daher wurde der Bürgermeister beauftragt, mit der Baufirma über eine Reduktion der Kosten zu verhandeln. Einsparen könne man, wenn man nur einen Schaukasten aufstellen oder die Sitzbänke im Außenbereich weglassen würde, meinte Faatz. Unerlässlich sei jedoch die Beschilderung zum Rundweg der erneuerbaren Energien, darauf lege die lokale Aktionsgruppe größten Wert. Schließlich werde der Rundweg wird mit EU-Mitteln bezuschusst.
Ralf Geyer (FW) reagierte mit Unverständnis auf die neuen Auflagen in der gemeindlichen Kindertagesstätte. Der Prüfer hatte bei der sicherheitstechnischen Besichtigung in der neuen Einrichtung etliche Dinge bemängelt, die nun nachgerüstet werden müssen. Schutzvorrichtungen an Türen und Fenster zählten ebenso dazu wie Handläufe an Treppen. "Mehrere 1000 Euro kommen so zusammen", so Faatz. "Bei der nächsten Prüfung kommen wieder neue Auflagen", war sich Geyer sicher. Angebote für die Nachrüstung sollen eingeholt werden.