Das Bürgermeistertrio des Marktes Pressig, Bürgermeister Stefan Heinlein, Zweiter Bürgermeister Wolfgang Förtsch und Dritter Bürgermeister Klaus Dressel, zog am Samstag durch die zehn Gemeindeteile, um jeweils am Ehrenmal den Opfern von Krieg und Gewalt im Rahmen des Volkstrauertages zu gedenken.

Der Auftakt der Gedenkfeiern, die wegen der Corona-Pandemie in aller Stille ohne Bürger stattfanden, war in Brauersdorf, es folgten Eila, Friedersdorf, Förtschendorf, Größau, Marienroth, Posseck, Pressig, Rothenkirchen und Welitsch. In Brauersdorf überließ Bürgermeister Stefan Heinlein dem altgedienten und erfahrenen Zweiten Bürgermeister die Ansprache am Ehrenmal zum Gedenktag.

Wolfgang Förtsch war viele Jahre Soldat bei der Bundeswehr und ist heute Hauptfeldwebel der Reserve. Zudem setzt er sich ehrenamtlich als kommissarischer Kreisvorsitzender des Bayerischen Soldatenbundes (BSB 1874) ein und engagiert sich im Kreisverbindungskommando für militärische Zusammenarbeit im Landkreis Kronach.

Heinlein vertraute auch der langjährigen Erfahrung von Förtsch als Dritter und Zweiter Bürgermeister des Marktes Pressig, der auch vor dem Gedenken vier Kerzen rund um das Ehrenmal entzündete, anstelle der sonst zur Ehrenwache angetretenen Soldatenkameraden. "Wir gedenken der Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft des Ersten und Zweiten Weltkriegs und erinnern an die Soldaten, die zivilen Kriegsopfer und an die Opfer von Massakern und Genoziden."

Förtsch ging auch auf die heutige Weltlage ein. Man müsse sich vor Augen halten, dass es fast überall in der Welt Kriegsschauplätze und Bürgerkriege gibt, dazu kämen die Schreckenstaten islamistischer Terroristen. "Aus dieser Erkenntnis heraus und aus der Erinnerung der bedrückenden Schicksale muss die heutige Botschaft lauten: nie wieder Krieg!"

Zugleich aber sah Förtsch trotz aller Trauer und Bestürzung ein Zeichen der Hoffnung auf Versöhnung unter den Menschen und Völkern. "Unsere Verantwortung ist, den Frieden unter den Menschen zu wahren, in der Heimat wie in der ganzen Welt!"

Zur Niederlegung eines Blumengebindes mit Trauerband im Namen des Marktes Pressig, verneigten sich die drei Bürgermeister zum Gedenken am Ehrenmal und die zwei Instrumentalsolisten, Markus und Reinhardt Fröba, spielten mit Bariton und Tenorhorn das zu Herzen gehende Lied "Ich hatte einen Kameraden". eh