Im Jahr 1999 wurde in Bayern die Feuerwehr-Einsatzkleidung grundlegend überarbeitet. Das Modell "Bayern 2000", eine schwarz-orangefarbene Ausrüstung mit Reflexstreifen, der EU-Norm entsprechend, hielt Einzug bei den Feuerwehren und ist bis heute noch in Verwendung. Die bis dato verwendete Einsatzkleidung "ist mehrfach geflickt und zum größten Teil über 20 Jahre alt", sie habe mittlerweile ihr Haltbarkeitsdatum deutlich überschritten, berichtet Kommandant Erwin Bergner von der Neuhauser Wehr.

Daher sei es an der Zeit gewesen, sich nach einer neuen Schutzausrüstung umzusehen. Eine eigens eingerichtete Projektgruppe, bestehend aus den beiden Kommandanten und weiteren Führungskräften, habe ein gutes Jahr lang daran gearbeitet, die neue Schutzkleidung auszuwählen. Am Ende fiel die Wahl auf den Schutzanzug "Fire Explorer X-Treme Light" der Firma Texport aus Österreich in Dunkelblau/Gold. Geliefert werden die Anzüge von der Firma Hans Schäfer aus Strullendorf, heißt es in einem Pressebericht der Neuhauser Wehr. Was neben der umfangreichen Ausstattung überzeugt habe, sei die lange Lebensdauer, da alle Teile ersetzt werden können. Stellvertretender Kommandant Patrick Sorger ist vom Tragekomfort begeistert. "Kneift nicht, passt gut, sitzt perfekt", stellte er fest. "Die alte Jacke war dagegen wie ein Kartoffelsack. Bei Nässe sog sie sich voll und wurde immer schwerer."

Die Neuanschaffung hat ihren Preis: pro Feuerwehrdienstleistenden knapp 900 Euro. Bürgermeister Karsten Fischkal (FW) kommentiert das mit der Feststellung, dass die Feuerwehr professionelle Arbeit leiste und wichtig für die Gemeinde sei, da sei es umso bedeutsamer, dass die Feuerwehrleute mit der besten Ausrüstung zum Einsatz kommen. Die Neuhauser Feuerwehr dankte Fischkal und den Gemeinderäten, dass die Gemeinde die Mittel bereitgestellt habe. Zusätzlich habe es noch einen Zuschuss von der Bayerischen Staatsregierung gegeben, die aktuell die Anschaffung neuer Schutzkleidung fördert. red