Es ist keine einfache und auch keine billige Baumaßnahme, mit der die Gemeinde Neuenmarkt im kommenden Jahr konfrontiert wird: Das Eisenbahn-Bundesamt muss am Bahnhof Neuenmarkt-Wirsberg einen Wasserdurchlass erneuern. Die Baukosten werden auf knapp eine Million Euro geschätzt.

Der Bürgermeister Alexander Wunderlich (CSU) gab in der Sitzung des Gemeinderates am Montagabend bekannt, dass die Gemeinde Neuenmarkt an diesem aufwendigen Bauwerk kostenmäßig nicht beteiligt werde. Ursprünglich stand für die Gemeinde eine Kostenbeteiligung von rund 355.000 Euro im Raum. Wunderlich stellte dazu fest: "Wir haben das durch umfangreiche Verhandlungen mit der Deutschen Bahn geschafft, die ja auch Nutznießer von diesem Projekt ist, dass die Bahn die gesamten Kosten trägt. Damit wird unsere Kommune mit den Gemeindewerken nicht belastet und das ist ein Gewinn für alle Bürgerinnen und Bürger."

Wie der Bürgermeister weiter mitteilte, hat die DB Netz AG für den Regionalbereich Süd beim Eisenbahn-Bundesamt den Antrag auf Erteilung einer Plangenehmigung für dieses Vorhaben gestellt, und die Gemeinde Neuenmarkt wurde im Rahmen der Beteiligung als Träger öffentlicher Belange um eine fachliche Stellungnahme bis zum 13. Mai gebeten.

Der bestehende Durchlass unterquert zwei Hauptgleise der Bahnstrecke Bamberg-Hof und vier Nebengleise sowie weitere fünf Gleise des Dampflokomotiv-Museums.

Die Erneuerung des Bauwerkes soll im Jahr 2023 umgesetzt werden. Die Bauzeit wird mit sieben Monaten kalkuliert. Im dritten Quartal 2023 ist eine 52-stündige Sperrung zweier Gleise geplant, um die Hauptarbeiten im Gleisbereich auszuführen.

Wunderlich gab bekannt, dass Gutachten für Naturschutz und Immissionsschutz erstellt werden. Dies beinhaltet unter anderem auch, dass für die zu fällenden Bäume Ersatzpflanzungen mit Obstbäumen auf dem Grundstück der Gemeinde zu erfolgen haben. Sobald das Bauwerk neu hergestellt ist, wird der neue Durchlass der Gemeinde, soweit er sich auf ihrem Grund befindet, übergeben.

Der Gemeinderat nahm die Planung zur Kenntnis. Im Rat herrschte Einverständnis.