Buchbach —  Auf den ersten Blick wirkt das grüne medizinische Hilfsgerät an der Außenwand im Eingangsbereich des Mehrgenerationenhauses (MGH) in Buchbach unscheinbar. Doch der Eindruck täuscht: Es handelt sich um einen potenziellen Lebensretter - sprich einen Schockgeber, der bei Herz- bzw. Kreislaufstillstand Leben retten kann.

Der sog. Defibrillator ist einfach und unproblematisch auch von Laien einsetzbar. Durch Stromstöße wird die Herztätigkeit des Notfallpatienten wieder in Gang gesetzt, so dass die Zeit zwischen Herzstillstand und Eintreffen des Notdienstes überbrückt wird. Je früher mit Wiederbelebungsmaßnahmen begonnen wird, desto größer ist die Überlebenschance.

Aus diesem Grunde werden auch im öffentlichen Raum immer mehr automatisierte externe Defibrillatoren (AED) platziert. Nunmehr kam in Buchbach auf Initiative von Steinbachs Bürgermeister Thomas Löffler ein weiterer solcher Schockgeber hinzu, der ab sofort im Notfall der Bevölkerung täglich rund um die Uhr zur Verfügung steht. Das rund 1200 Euro teure Gerät wurde vom BRK-Kreisverband Kronach beschafft und auch komplett finanziert, nebst der mit 600 Euro zu Buche schlagenden Wetterschutz-Installation. Somit handelt es sich um eine Investition des BRK-Kreisverbands von rund 1800 in die Sicherheit der Bevölkerung Euro, wofür sich der Bürgermeister bei der jetzt erfolgten offiziellen Übergabe sehr dankbar zeigte.

"Der Wunsch nach einer solchen Anschaffung kam von der Feuerwehr Buchbach", erklärte Thomas Löffler. Als Standort habe daher zunächst auch das Feuerwehrhaus im Raum gestanden. Man sei aber zur Überzeugung gelangt, dass das Hilfsmittel am MGH aufgrund des hier herrschenden großen Publikumsverkehrs, noch dazu im unmittelbaren Umfeld des Kulturhauses, der beiden Kirchen und des Kindergartens, besser aufgehoben sei. Zudem werde der Vorplatz des MGH auch als Veranstaltungsplatz bei Festen genutzt, so dass es sich hierbei um eine perfekte Lage handle.

BRK-Kreisgeschäftsführer Roland Beierwaltes bekundete, sehr gerne die Anschaffung dieses so wichtigen Hilfsmittels finanziert zu haben. Es solle sich niemand scheuen, das Gerät zu verwenden, aus Angst davor, vielleicht etwas falsch zu machen. "Die Anleitung erfolgt durch Sprachkommandos", erläuterte er. Der Defibrillator "spreche" mit dem Helfer und gebe die einzelnen Schritte vor. Dadurch sei er auch von Laien problemlos einsetzbar. Das Gerät erkenne selbstständig, ob eine Schockgabe notwendig sei. Als Wohlfahrtsorganisation, die sich der Gesundheit und Sicherheit der Menschen verschreibe, stehe man gerne auch weiteren Interessenten bei der Anschaffung eines solchen Hilfsgeräts unterstützend zur Seite.

Sehr froh über die Zugänglichkeit eines solchen Geräts im Notfall zeigte sich auch die Projektleiterin von "Lebensqualität für Generationen", Antje Angles. Trotz der sehr guten Auslastung sei man für Anfragen von Interessenten, durch weitere Aktivitäten bzw. Veranstaltungen das Haus mit noch mehr Leben zu erfüllen, stets offen und dankbar. Diese mögen sich mit ihr in Verbindung setzen.

Erfreulicherweise befindet sich nunmehr auch - im Zuge des neuen Mobilitätskonzepts des Landkreises Kronach - eine Bedarfshaltestelle für den Rufbus direkt beim MGH. Damit ist der Besuch der hier angebotenen Kurse und Veranstaltungen nun auch mit öffentlichen Verkehrsmitteln problemlos möglich.