Das Kuno-Mare ist wieder geöffnet: Schwimmsportler, Erholungssuchende, Freizeitaktivisten – für jeden ist etwas geboten. Um die Sicherheit der Badegäste kümmern sich fortan zwei neue Gesichter: Die Schwimmmeister Thomas Horn und Sven Jetschina ersetzen Willy Ring. Der war zum Abschluss der vergangenen Badesaison mit einem Wurf ins kühle Nass von seinen beiden Nachfolgern verabschiedet worden. Es sei schon anders, jetzt da Willy Ring als Chef und beliebter Kollege nicht mehr da ist, wissen beide. Aber er habe sein über 20-jähriges Wissen gerade in wichtigen technischen Bereichen sehr gerne weitergegeben. Seine beiden Nachfolger sind außerhalb der Schwimmbadsaison in die Arbeit des Bauhofes eingebunden und freuen sich auf die neue Aufgabe.

Wasser als Leidenschaft

"Hier im Bad tätig zu sein, hängt auch mit meiner Leidenschaft zum Element Wasser zusammen", erzählt Thomas Horn. Die lebte er nicht nur bei seinen zahlreichen Besuchen im Kuno-Mare aus. Auch während seiner Urlaube zieht es ihn immer wieder aufs und ins Wasser: Tauchen, Surfen oder Jet-Ski fahren. Aber auch der direkte Umgang mit Menschen und ein nettes Gespräch sind für den neuen Bademeister ein wichtiger Faktor. Ein Schwimmbad ist also genau der richtige Platz für ihn.

Bademeister auf Empfehlung

Sven Jetschina wurde auf die mögliche Nachfolge als Bademeister von seinem Vorgänger Willy Ring angesprochen. Die beiden kannten sich bereits aus der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG), wo Jetschina als Rettungsschwimmer aktiv war. Von Oktober 2018 bis August 2019 besuchte der neue Bademeister einen externen Lehrgang in Lauingen zum "Fachangestellten für Bäderbetriebe", den er erfolgreich abschloss.

Dass er und Kollege Horn zu Corona-Zeiten ihr Amt übernehmen, betrachten beide als unproblematisch. Die vergangene Badesaison habe gezeigt, dass wenn sich alle an die Vorgaben und Regeln halten, keine große Risikogefahr bestehe und man doch Spaß und Freude haben könne. "Wir wissen auch was erforderlich ist, um dies auch in diesem Jahr zu gewährleisten", sagt Horn. Schwierig sei es jedoch, die ständig neuen Vorschriften umzusetzen ergänzt Jetschina. Man habe sich allerdings mit den Verantwortlichen des Bades in Redwitz, dem Landratsamt Lichtenfels und der Stadt Burgkunstadt schon oft ausgetauscht, um einen sicheren Badebetrieb zu gewährleisten. Ob Sonderveranstaltungen wie Poolparty, Mitternachtsschwimmen oder Familien- und Kindernachmittag wieder möglich sind, hänge indes von der Entwicklung der Corona-Pandemie ab.

Schichtbetrieb im Schwimmbad

Der Tagesablauf besteht aus zwei Schichten, die sich die Bademeister teilen.

"Wir müssen in der Badezeit alle Tage im Bad sein – auch an Wochenenden", erklärt Horn. "Hin und wieder ist das gar nicht so einfach", räumt Jetschina ein. Mit einem Lächeln auf den Lippen ergänz er allerdings: "Wir dürfen dort arbeiten, wo andere ihre Urlaubs- und Freizeit verbringen." rdi