Gesprächsbedarf gab es in der Bürgerversammlung Schwärzelbach besonders zu baulichen Angelegenheiten im Ort. Der Ausbau der Ortsdurchfahrt stand dabei im Vordergrund. "Wann wird hier endlich etwas getan? Wenn man sich, besonders bei Dunkelheit, als Fußgänger auf dieser Straße bewegt, ist das lebensgefährlich", äußerte sich ein Bürger. An der Straße gibt es keinen Gehweg, und die Straßenbeleuchtung sei mangelhaft. Die Lampen stünden an manchen Stellen viel zu weit auseinander. Geschäftsleiter Daniel Görke versprach, dass man dieses Problem angehen wolle, schon vor der Straßensanierung.

Ein Bürger merkte an, dass schon vor über 30 Jahren Planungen zum Ausbau der Ortsdurchfahrt vorgelegen hätten und bis heute nichts geschehen sei. "Das Straßenbauamt in Schweinfurt ignoriert uns hier einfach", war die einhellige Meinung, obwohl die Straßenverhältnisse einer Staatsstraße absolut unwürdig seien. Bürgermeister Florian Atzmüller (CSU) wies darauf hin, dass im Staatlichen Bauamt ein neuer Abteilungsleiter für den Landkreis Bad Kissingen zuständig sei und er den Eindruck habe, dass man mit diesem gut zusammen arbeiten könne und der sich auch um die straßenbaulichen Belange der Region kümmern würde. Man habe eine Absprache getroffen, dass man vielleicht im Jahr 2025 mit dem Ausbau der Ortsdurchfahrt beginnen könne. Sicher sei dies allerdings nicht.

Kein Tempo 30 am Kindergarten

Eine besorgte Bürgerin forderte, dass man im Bereich des Kindergartens eine Geschwindigkeitsbegrenzung auf Tempo 30 einrichtet, da in diesem Bereich zu schnell gefahren werde. Geschäftsleiter Görke erläuterte, dass die Gemeinde schon sehr oft bei den zuständigen Stellen darum gebeten hätte, bisher ohne Erfolg. Auch bei einer kürzlich durchgeführten Verkehrsschau wurde dies angesprochen und von den zuständigen Stellen vehement abgelehnt. Bei den 23 Zuhörern führte dies zu Kopfschütteln und Unverständnis.

Bürgermeister Atzmüller sagte, dass im Zuge der Umbau- und Sanierungsmaßnahmen am Kindergarten der Eingang verlegt werde und man einen Zugang über die Friedhofstraße schaffen wolle. Ob dann die Eltern diese Möglichkeit wahrnehmen und nicht direkt an der Staatsstraße vor dem Kindergarten parken, bliebe abzuwarten.

Warum die Gemeinde bei der Sanierung der Straße "Lange Wiese" nicht gleich die komplette Straße und den Gehweg saniert habe, wollten Bürger wissen. Atzmüller wies auf die angespannte Finanzsituation hin. Bei kürzlich begonnenen Baumaßnahmen am Lindenplatz mussten zwei Bäume gefällt werden. Görke informierte auf Nachfrage, dass die Bäume aus baulichen Gründen beseitigt werden mussten. Ein Versetzen hätte pro Baum etwa 5000 Euro gekostet, was unverhältnismäßig gewesen wäre. Es werden vier bis fünf neue Bäume gepflanzt.

Im Zuge seines Berichts ging der Bürgermeister auf verschiedene Maßnahmen ein. In der Neudorfer Straße sei ein Grundstück, das von der Gemeinde erworben und von alten Gebäuden befreit wurde, mit dem Nachbarn getauscht worden. Man habe dafür ein Grundstück neben dem Sportheim erhalten, auf dem Bauplätze entstehen könnten. Wenn jemand Interesse hat, dort zu bauen, solle er sich bei der Gemeinde melden, da man so im Vorfeld individuelle Wünsche bei der Grundstücksgestaltung berücksichtigen könne. Neben dem Lindenplatz ist auch das Gelände am Sportheim für Maßnahmen der Dorferneuerung vorgesehen. Diese beginnen voraussichtlich 2025.

Die Sanierung des Sportheims soll auch 2025 starten, allerdings nicht als Dorferneuerungsmaßnahme, sondern als Projekt der Schwärzelbacher Vereine mit finanzieller Unterstützung der Gemeinde. Hierzu soll in den nächsten Tagen ein Abstimmungstreffen mit den Vereinen stattfinden. Da der Spielplatz am Sportheim in einem schlechten Zustand sei, regte eine Bürgerin hier Verbesserungsmaßnahmen an. Atzmüller verwies auf einen weiteren Spielplatz in Schwärzelbach am Urles.

Ein Anwohner beklagte den schlechten Zustand der Linden- beziehungsweise der Poststraße und den dadurch erhöhten Verkehrslärm. Der Bürgermeister informierte, dass der Gemeinderat bei einer Ortsbegehung kein Handlungsbedarf sah.

Der Bürgermeister sagte, man müsse sich auf die Innenentwicklung konzentrieren. Er bat, dass Grundstücksbesitzer von bebaubaren Grundstücken - einige seien schon angeschrieben worden - über einen Verkauf nachdenken. Auf ein Gespräch mit Eigentümern habe man wegen Corona verzichtet.

Ein Hochwasserschutzkonzept für Schwärzelbach stellte der Bürgermeister in Aussicht mit der geplanten Umsetzung 2023 bis 2025. Die Ortsverbindungsstraße Neuwirtshaus - Hetzlos sollte saniert werden. Nach der Durchführung von Probebohrungen durch die ausführende Baufirma stellte sich heraus, dass der Unterbau nicht geeignet sei. Die Arbeiten wurden daraufhin erst mal eingestellt. Durch die zukünftig andere Klärschlammverwertung stehen für die Kläranlage Schwärzelbach Umbaumaßnahmen an.