Mit vier, nein sogar fünf Vertretern ist die Region Bamberg extrem stark im neuen Bayerischen Landtag vertreten. Bei der Wahl am 14. Oktober gingen die Direktmandate beider Bamberger Stimmbezirke trotz des Verlusts einiger Prozentpunkte erwartungsgemäß und klar an die CSU. Während Melanie Huml ihre Position in Bamberg-Stadt mit 38,1 Prozent verteidigte, beerbte Holger Dremel mit 46,0 Prozent den Stimmenkönig Heinrich Rudrof, der aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr angetreten war. Huml bleibt auch eine Konstante im Kabinett von Ministerpräsident Markus Söder: Die 43-Jährige wurde am 12. November erneut als Gesundheitsministerin vereidigt.

AfD zweitstärkste Kraft im Kreis

Außerdem schafften die Listenkandidaten aus Bamberg-Stadt, Ursula Sowa (Die Grünen) und Jan Schiffers (AfD), erstmals den Sprung ins Landesparlament. Im Landkreis erzielte die AfD sogar das zweitbeste Ergebnis sowohl bei den Erst-, als auch bei den Zweitstimmen. Und noch ein fünfter Politiker aus dem Landkreis sitzt neuerdings im Maximilianeum: Christian Zwanziger von den Grünen. Der 31-Jährige kommt aus der Gemeinde Pommersfelden und trat im Stimmkreis Erlangen-Stadt an. Dort erzielte er ein erstaunlich gutes Ergebnis und ergatterte über die Liste ein Mandat.

Bei den zeitgleich durchgeführten Bezirkswahlen sicherten sich Hallstadts Bürgermeister Thomas Söder und Landrat Johann Kalb (beide CSU) die Direktmandate, wobei Söder den Bamberger OB Andreas Starke (SPD) ausstach. Über die Liste kam neben Starke, der Bezirkstagsvizepräsident bleibt, auch der AfDler Florian Köhler in das oberfränkische Parlament. mm