Auf der Messe IAA Mobility in München zeigt Brose neue Antriebskonzepte für E-Roller und Transportdrohnen. Motorisierte Zweiräder sind vor allem in Asien weit verbreitetet. Aufgrund von Umwelt- und Klimagesetzen werden die Kleinfahrzeuge mit Verbrennungsmotor zunehmend durch elektrifizierte Varianten ersetzt. "Während 2019 weltweit 2,2 Millionen batteriebetriebene Roller, Mopeds und Motorräder verkauft wurden, soll sich ihr Absatz für 2030 auf mehr als 16 Millionen Einheiten erhöhen. Dieses Wachstumspotenzial will Brose mit einem neuen Antrieb für E-Roller nutzen", sagt Raymond Mutz, Geschäftsführer Antriebe der Brose Gruppe, in einer Pressemitteilung.

Den ersten Auftrag habe das Unternehmen bereits von einem der größten Zweiradhersteller der Welt erhalten. Ab 2022 fertigt der Zulieferer Motor, Steuergerät und Leistungselektronik in Pune/Indien. Das kompakte und leichte System benötige wenig Bauraum, was sich positiv auf das Gewicht des Rollers auswirke. Hersteller profitierten von einem kosteneffizienten Produkt. "In Zukunft wollen wir den elektrischen Antrieb auch zum Nachrüsten anbieten. Zudem arbeiten wir an Softwarelösungen für das Batteriemanagement", erklärt Mutz.

E-Antriebe für Drohnen

Transportdrohnen sollen in urbanen Räumen Waren verteilen und so den innerstädtischen Verkehr entlasten. Bis zu 80 Prozent der Paketauslieferungen weltweit könnten laut Prognosen künftig über Transportdrohnen erfolgen. Für das wachsende Segment arbeitet Brose gemeinsam mit einem internationalen Internethändler an einem elektrischen Antrieb. Wichtig dabei: Die Drohnen müssen bis zu 20 Kilometer zurücklegen können.

Einfach mal ausprobieren

Brose präsentiert seine modernen Antriebskonzepte für Mikromobilität in Halle B1, Stand B60. Im Hofgarten am Odeonsplatz am Stand HG500 können Interessierte auf einer Teststrecke E-Bikes mit Brose-Antrieb fahren. red