Der Gemeinderat Schönbrunn hat die beiden vorgelegten Konzepte zur Nahwärmeversorgung abgelehnt. Dem Gremium der Steigerwald-Gemeinde wurde in einer der letzten Sitzungen die jeweiligen Wärmeversorgungsmodelle für die 23 geplanten Einfamilienhäuser im Neubaugebiet Bremi II von den Firma Naturstrom und vom Maschinenring Bamberg vorgestellt.

Das Naturstrom-Energiekonzept sieht eine eine zentrale Wärmeversorgung über ein Netz vor, das über ein oberflächennahes Geothermiefeld gespeist wird. Auf eine Fläche von 2400 Quadratmeter werden Erdkollektoren in den Boden eingebracht. Jedes Haus ist mit einer Wärmepumpe versehen. Es entstehen Kosten von 370 000 Euro, die auf die einzelnen Grundstücke umgelegt werden. Es besteht Anschlusspflicht und Vertragsbindung.

Das geplante Wärmekraftwerk vom Maschinenring Bamberg soll auf einer Fläche von 4000 Quadratmeter mit Hackschnitzeln betrieben werden.

Bei beiden Modellen muss die Gemeinde in Vorleistung gehen, Auch hier bestünde für die Hausbesitzer eine Anschlusspflicht und eine längerfristige Vertragsbindung. Außerdem gehen wertvolle Flächen an Bauland verloren. Beide Konzepte fanden im Schönbrunner Gemeinderat keine Lobby und wurden einstimmig abgelehnt.

Bürgerstiftung Schönbrunn

Der Gemeinderat bestimmte außerdem die Mitglieder des Stiftungsrates der Bürgerstiftung. Die ist zum Wohle der Bevölkerung der Gemeinde tätig und fördert unter anderem bürgerliches Engagement.

Neben den "geborenen Mitgliedern" wie Bürgermeister Dirk Friesen (CSU), Zweitem Bürgermeister Hubert Bickel (OLS) und dem Vorsitzenden des Ortskulturringes der Gemeinde, Kreisrat Georg Hollet (BBL), wurden Dr. med. Matthias Dreyer, Herbert Kaiser, Friedrich Hippacher und Johann Wächtler durch die Räte benannt.

Erweiterung der Kita mit Darlehen

Für die größte Baumaßnahme - der Erweiterung der Kindertagesstätte St. Franziskus Schönbrunn - wird die Gemeinde ein Darlehen von rund einer Million Euro aufnehmen. Dieses Darlehen ist zinsfrei und muss in zehn Jahren abgezahlt sein. "Für die ersten zwei Jahre sind keine Ratenzahlungen erforderlich", sagte Bürgermeister Friesen.