Unmittelbar vor dem gesamtgesellschaftlichen Zurückfahren aller Aktivitäten und Veranstaltungen blickte die Musikvereinigung Ebensfeld bei ihrer Generalversammlung noch zufrieden auf ein genauso erfolgreiches wie ereignisreiches Jahr 2019 zurück. Dass die Auswirkungen der Corona-Krise auch alle Vereine in einer nie erlebten Heftigkeit treffen würden, konnte sich dabei noch niemand vorstellen.

Dass bei der Ebensfelder Musikvereinigung der Nachwuchs eine bedeutende Rolle spielt, konnte man gleich zu Beginn der Generalversammlung deutlich hören. Die beiden Schulbläserklassen der 3. Und 4. Jahrgangsstufe der Pater-Lunkenbein-Schule präsentierten unter der Leitung ihres Dirigenten Thomas Helmreich mit sichtlicher Begeisterung die im schulischen Musikunterricht erlernten Stücke. Vor allem in Anbetracht der Tatsache, dass die Drittklässler erst seit September ein Blasinstrument spielen, waren die Zuhörer angetan.

Still wurde es gleich darauf allerdings beim Verlesen der Namen der seit der letzten Jahreshauptversammlung verstorbenen Vereinsmitglieder: Alfons Hauptmann, Roswitha Titze, Hans Moritz, Joseph Raab und Hans Martin.

Eindrucksvolle Zahlen des mit 600 Mitgliedern größten Musikvereins im Landkreis und zweitgrößten Ebensfelder Vereins trugen Vorstand Rudolf Dierauf, sein Stellvertreter Benedikt Krüger als Ausbildungsleiter, Dirigentin Eva Murmann und die neue Chefdirigentin Kathrin Motschenbacher sowie Kassiererin Christine Murmann in ihren Berichten vor.

Neue Chefdirigentin

Ein Paukenschlag war der Rücktritt von Reinhold Stärk als Chefdirigent gewesen, der jedoch die Leitung des Nachwuchsorchesters und der Erwachsenen-Bläserklasse noch inne hat. Umso erfreuter zeigten sich nicht nur die Aktiven des Ebensfelder Blasorchesters, dass zum Jahresbeginn mit Kathrin Motschenbacher eine renommierte Dirigentin - noch dazu aus dem Gemeindegebiet - für die musikalische Leitung gewonnen werden konnte.

Zukunftsgerichtet war auch die Gründung eines Fördervereins der Musikvereinigung Ebensfeld e.V., dem Marco Wachter als Vorsitzender voransteht. Visionen zeigte Dierauf schließlich auf, als er Bürgermeister Bernhard Storath nicht nur auf die Wichtigkeit eines geeigneten Probenraums sondern auch einer Gründung einer Kreismusikschule hinwies. Storath versicherte, man werde den Verein nicht im Regen stehen lassen.

Aus der Ausbildung berichtete Benedikt Krüger, dass bei der Musikvereinigung Ebensfeld vom Kleinkind bis zum Senior alle Altersbereiche abgedeckt werden. Besonders freute er sich über die gute Zusammenarbeit mit der Pater-Lunkenbein-Schule und Rektorin Ursula Schüßler. Über 130 Jugendliche und Erwachsene sind bei der Musikvereinigung in Ausbildung, von denen in diesem Jahr bereits 20 sich ein Leistungsabzeichen erspielten. Mit dem Musikerleistungsabzeichen in Bronze wurden ausgezeichnet Sophia Finzel, Tim Wieder, Kirsten Lauritzen, Roswitha Klemenz, Norbert Fröhlich, Andrea Fröhlich, Jakob Lurtz, Eva Dörfler, Johanna Löffler und Chiara Wagner. Die Stufe Silber erreichten Selina Finzel, Marie Hagel, Hanna Späth und Jakob Zillig (einige nebenstehend in Bildern).

Geehrt wurden schließlich für 50 Jahre Treue zum Verein Manfred Zenk, für 40 Jahre Mitgliedschaft Erwin Pornschlegel, Winfried Böhmer, Hans Wagner-Baumeister und Christian Endres, für 25 Jahre Manuela Heinkelmann, Martin Hirschlein, Ralf Bukowski, Peter Scheftlein, Regina Scheftlein, Barbara Schmittinger, Wolfgang Schubert-Raab und Franz Dirauf sowie für zehn Jahre Musizieren im Verein Eva Murmann, Dieter Müller, Fabian Müller, Lisa Müller, Julian Amon, Alexandra Horn, Antonia Meixner und Michael Fleischmann.

150 Jahre Blasmusik im Ort

Die geplanten Auftritte und Veranstaltungen in diesem Frühjahr sind inzwischen hinfällig geworden. Auf die Durchführung des großen Jubiläums der Musikvereinigung mit Kreismusikfest aus Anlass von 150 Jahren Blasmusik in Ebensfeld im September 2023 dürfen jedoch alle bereits jetzt hoffen.