"Trotz der anhaltenden wirtschaftlichen Belastungen zeigt sich der regionale Arbeitsmarkt bisher immer noch robust." Das sagt Sebastian Peine, Chef der Arbeitsagentur Bayreuth-Hof, über die Entwicklung Beschäftigungssituation im Februar. So sei die Zahl der Arbeitslosen im Agenturbezirk, der auch für den Landkreis Kulmbach zuständig ist, geringfügig zurückgegangen. "Die aktuelle Arbeitslosenquote liegt weiterhin bei 4,8 Prozent", so Peine.

12 235 Arbeitslose bedeuteten zehn weniger als im Januar. Im Laufe des Februars hätten sich zudem 1461 Personen weniger arbeitslos als im Vormonat (minus 38 Prozent). Demgegenüber habe die Nachfrage nach Arbeitskräften im vergangenen Monat im saisonüblichen Rahmen wieder etwas angezogen.

Mehr Stellenmeldungen

1143 Stellen wurden der Behörde laut Peine gemeldet, 318 mehr als im Vormonat. Das entspreche einem Plus von 38,5 Prozent. Der Personalbedarf der Unternehmen bleibe im Vergleich zum Vorjahresmonat aber weiter rückläufig. Der lokale Ausbildungsmarkt biete eine Vielzahl an Lehrstellen.

Aktuell unterstütze die Agentur für Arbeit die Initiative "Freiwilligensuche für Corona-Tests" der Bundesregierung sowie den "Pflegpool Bayern", so der Agenturleiter.

Blick nach Kulmbach

Die Arbeitslosigkeit im Landkreis Kulmbach ist im Februar nochmals moderat angestiegen und liegt weiter über dem Vorjahresniveau. Das Gros der Arbeitslosmeldungen kam aus den Bereichen Verkehr, Logistik, Schutz und Sicherheit. Während Neumeldungen von Lagerhelfern, Fachlageristen, Gabelstaplerfahrern und Berufskraftfahrern zu verzeichnen waren, konnten andere Saisonkräfte die Beschäftigung bei ihren früheren Arbeitgebern bereits wieder aufnehmen.

Insgesamt mussten sich rund 17 Prozent weniger Personen arbeitslos melden als im Vor-jahresmonat, aber es konnten auch weniger Arbeitslose ihre Beschäftigungslosigkeit beenden. 111 Personen (minus 42 zum Vorjahr) konnten wieder beruflich durchstarten. Gegenüber Januar 2021 waren es 19 Arbeitsaufnahmen mehr.

Die Nachfrage nach Arbeitskräften zog mit 216 Stellenmeldungen wieder kräftig an (plus 85). Die Hauptnachfrage kam aus der Zeitarbeit.

Die kleinen inhabergeführten Handwerksbetriebe suchen Zimmerer, Maler, Anlagenmechaniker für Sanitär, Heizung und Klima sowie Metallfach- und -hilfsarbeiter.

Im Februar wurden wieder deutlich weniger neue Anzeigen auf Kurzarbeit gestellt als im Januar. Es gingen 32 Anzeigen für bis zu 267 Beschäftigte ein. red