Als eine Mitarbeiterin des Kronacher Partner-Tierheims in Spanien, Sierra Nevada, Jacoba (Jacoba, weiblich, kastriert, Podenco-Galgo, geb. 1.3.12, 63 cm) zum ersten Mal sah, war die hübsche Hündin gerade mutterseelenallein mitten auf einer viel befahrenen Straße in Granada unterwegs. Sie trabte inmitten eines Pulks von Autos um einen Kreisverkehr und schickte sich gerade an, auf die mehrspurige Stadtautobahn abzubiegen - im dichten Stadtverkehr von Granada blanker Selbstmord. Sie konnte gefangen werden und kam ins Tierheim. Zwar war Jacoba nun erst mal gerettet, Futter, Schlafplatz und medizinische Versorgung waren gesichert, aber das wars dann auch schon. Unfassbare vier Jahre verbrachte Jacoba hinter spanischen Tierheimgittern, dabei sehnt sie sich doch so sehr nach einer eigenen Familie. Da das Kronacher Tierheim der Meinung ist, dass vier Jahre "Tierheimknast" mehr als genug sind, durfte die süße Maus Anfang Oktober nach Kronach reisen. Vielleicht hat sie ja hier mehr Glück und all ihre Träume erfüllen sich. Die Umstellung ins Tierheim Kronach hat Jacoba weggesteckt, ohne mit der Wimper zu zucken. Im Gegenteil, sie scheint sogar noch aufgeschlossener und fröhlicher zu sein, seit sie hier ist. Ganz offensichtlich gefallen ihr die vielen Streicheleinheiten, die täglichen Spaziergänge und das gute Futter sehr gut.
Auch die fremden Besucher, die mit ihr Gassi gehen, schrecken sie nicht. Sie schmeißt sich oft sogar regelrecht an sie heran, bettelt um Zuwendung und Leckerlis. Aus dem anfänglich zurückhaltenden und misstrauischen Hund ist eine richtige Schmusebacke geworden, die nicht genug von Zärtlichkeit bekommen kann. Gerne schmiegt sie sich ganz eng an oder wirft sich auf den Rücken und lässt sich den Bauch kraulen. Trotzdem wünscht man sich für Jacoba ein Zuhause mit etwas Hundeerfahrung. Auch wenn sie im Moment problemlos wirkt, könnte es vielleicht doch sein, dass sie nach einer gewissen Eingewöhnungszeit ihr Revier gegen Fremde verteidigen möchte, wobei sie bei Männern wesentlich misstrauischer ist als bei Frauen. Auch sollte sie souverän und konsequent geführt werden, sie muss ihre Grenzen und Regeln kennen und ihre Familie als Rudelführer akzeptieren. Für kleine Kinder ist Jacoba nicht geeignet. Auch versteht sie sich nicht mit allen anderen Hunden. red