So alt ist die Blaskapelle Zentbechhofen noch gar nicht, und dennoch kann der Verein bereits auf eine wechselvolle Geschichte zurückblicken.
Im Jahr 1971 wurde in Zentbechhofen eine Jugendblaskapelle aus der Taufe gehoben. Die 29 Mitglieder kamen vorwiegend aus der Pfarrei. Es war der Traum des Geistlichen Rats Johannes Kriebel, des im Jahr 2007 verstorbenen ehemaligen Pfarrers von Zentbechhofen. Und so sollte die Kapelle zuerst einmal nur Kirchenmusik spielen.
"Erhaltet die Blaskapelle, denn was wäre Zentbechhofen ohne sie", so der Gründungsvater Pfarrer Kriebel bei seinem letzten Gottesdienst in Zentbechhofen.
Die musikalischen Ausbilder waren anfangs Josef Stransky aus Adelsdorf und Georg Wagner aus Sambach (Holzblasinstrumente) sowie Paul Kwoczalla aus Höchstadt (Tuba und Bariton). Bereits bei den Prozessionen im Jahr 1972 wurden die Gläubigen von der Blaskapelle begleitet.
Im Jahr 1988 übernahm der Höchstadter Stadtkapellmeister Gerhard Geuder den Taktstock nebst Ausbildung der Musikanten - und ab da ging es immer weiter aufwärts.
Das Orchester feierte im Juli 2011 mit Pauken und Trompeten sein 40-jähriges Bestehen. Die Ausbildung der Jungmusiker erfolgt durch den Dirigenten über die städtische Musikschule Höchstadt.
Die Musik der Blaskapelle ist für jeden Geschmack, denn sie bietet ein breites Repertoire von der Blasmusik, über die Konzert- und Kirchenmusik bis hin zu weihnachtlichen Klängen. Dies hat in den vergangenen Jahren zu einer tollen Weiterentwicklung des Vereins geführt, und es ist schon lange ein Verein für Jung und Alt geworden.
Die Geselligkeit kommt bei den verschiedenen Veranstaltungen nicht zu kurz. Erwähnt seien hier die Probenwochenenden, die Auftritte oder die Zusammentreffen mit der Blaskapelle Gremsdorf, um nur einige Beispiele zu nennen.
Die Musiker bestreiten im Jahr etwa 30 Auftritte in der Pfarrei und weit darüber hinaus, sogar bis Fürth-Poppenreuth. Im Sommer laden sie alljährlich zum Pfarrhofkonzert ein, und im Winter findet immer ein Adventskonzert in der Kirche statt.