Das Sinfonische Blasorchester Kasendorf gibt eines seiner wichtigsten Konzerte im Jahresverlauf am Sonntag: die "Mai musica" am Muttertag um 19 Uhr in der Dr.-Stammberger-Halle. Wir haben bei einer der letzten Proben vor dem großen Tag nochmal vorbeigeschaut.
Es erklingen die letzten Töne aus König der Löwen. Die Musikerinnen und Musiker machen gerne eine kleine Pause bei der vielen Probenarbeit der letzten Tage, um sich ein bisschen zu unterhalten. Sie freuen sich schon sehr. Aufgeregt? "Nein, das kommt erst kurz davor. Im Moment sind alle noch mitten in den Proben. Zeit für Nervosität ist da noch nicht", sagt eine Mitspielerin. Aber für ein kurzes Gespräch mit einigen Müttern aus dem Orchester und dem Dirigenten Thomas Eschenbacher bleibt genug Zeit.

Ein Konzert direkt am Muttertag, für euch als Mütter bedeutet das nicht Entspannung, sondern harte Arbeit. Wie nutzt ihr den Muttertag trotzdem?
Andrea Eichner: Meine Kinder sind mit beim Konzert dabei. Meine beiden Söhne spielen auch mit im Orchester. Dadurch haben wir eigentlich einen Familienausflug beim Muttertag.

Gut, das hat ja jetzt nicht jeder. Das Konzert am Muttertag kann vor allem für all die ein guter Anlass sein, die noch ein Geschenk brauchen...
Andrea Eichner: Absolut! Meine Mama bekommt auch Karten.
Thomas Eschenbacher: Meine auch!
Martina Deinhardt: Ich krieg' meistens Blumen und normalerweise einen Gutschein. Das geht bestimmt vielen so. Ein Gutschein für das Konzert ist da doch eine tolle Möglichkeit.

Ihr habt ja ein Programm, das speziell auf Mütter und Frauen abgestimmt ist.
Andrea Eichner: Wir spielen diesmal einige Hits aus großen Musicals: Andrew-Lloyd-Webber-Stücke. König der Löwen und einiges mehr. Das gefällt vielen Frauen. Ich hab' zum Beispiel schon mal eine Musicalfahrt gemacht. Die Stücke wecken Erinnerungen. Das geht sicher vielen so.
Christoph Reichl (Vorsitzender): Es ist ein Konzert für die ganze Familie. Von der Musik her, von der Uhrzeit 19 Uhr, aber auch, was den Preis angeht, ist es für Familien geeignet. Es ist eine super Gelegenheit, auch Kinder an eine etwas "wertvollere" Musik heranzuführen. Viele Konzerte sind da eher steif - und eben teuer.
Thomas Eschenbacher: Auf Wagner verzichten wir diesmal komplett. Und haben dafür einen Schwerpunkt auf Musik für die ganze Familie gelegt. Frische und fröhliche Musik passend zum Frühling.

Waren die Proben auch so frisch und fröhlich oder fällt es jetzt am Ende doch schwer?
Thomas Eschenbacher: Wir hatten in der Probenarbeit immer viel Spaß. Aber diese Woche wird schon nochmal anstrengend.
Andrea Eichner: Vor dem Herbstkonzert ist ja immer das Probenwochenende. Das ist gut, wenn man kurz vor dem Konzert nochmal konzentriert viel probt. Das müssen wir jetzt halt unter der Woche machen.

Ein bisschen Fluktuation hat es im letzten Jahr gegeben. Seid ihr jetzt weniger Leute?
Thomas Eschenbacher: Nein, gar nicht. Es haben ein paar aufgehört, aber es haben ebenso viele neu angefangen. Insgesamt sind wir gut 60 Mitspieler.

Gibt es denn noch Karten?
Christoph Reichl: Ja, sowohl im Vorverkauf, als auch an der Abendkasse. Es muss keiner vor verschlossenen Türen stehen. In der Stadthalle kriegt man immer noch ein paar Leute unter.

Also ist es auch etwas für Kurzentschlossene...
Thomas Eschenbacher: Ich finde es eh einen tollen Sonntagsausflug: Es ist Verkaufsoffener Sonntag, danach einen Kaffee trinken gehen und dann zu uns zum Konzert. Das bietet sich perfekt an! Für Kurzentschlossene, aber auch geplant.

Jetzt wird weitergeprobt. Noch fast jeden Tag bis zum kommenden Sonntag. Damit das Konzert auch diesmal ein voller Erfolg wird.

Das Gespräch führte Katharina Müller-Sanke.