Mit einem vielseitigen Programm aus Kleinkunst, Theater und Konzerten begeistern der Club Kaulberg und das darin befindliche Nana-Theaters Kulturfreunde in Bamberg. Die kleine Bühne im stimmungsvollen Gewölbekeller unter den "Domterrassen" ist bereits seit 1999 Heimat der Rekord-Lesungsreihe "Leichen im Keller" und bietet Raum für Eigenproduktionen und Gastspiele. Für den April kündigen die Veranstalter wieder eine Reihe bemerkenswerter Aufführungen an.

Bereits am morgigen Samstag um 20 Uhr heißt es wieder "Komischer Keller": Schon zum vierten Mal begrüßt Moderator Pedro Adrian Comedians - bekannt unter anderem von "Night Wash", dem "Quatsch Comedy Club" und anderen TV-Formaten - regionale und überregionale Künstler mit ihren Soloprogrammen und besten Gags. Von Standup Comedy über Kabarett und Musik-Comedy, für jeden Geschmack ist etwas dabei.

Am Sonntag, 7. April, 20 Uhr, geht es weiter mit "Leichen im Keller": Die Rekord-Lesereihe geht in ihrer 20. Saison. Zum Thema "Thors Hammer und andere merkwürdige Mordinstrumente" lesen die Äh-Werker Julia und Albert Herrenleben diesmal allerlei spannende, makabre und satirische Geschichten. Ein gruseliges Vergnügen mit Gänsehautgarantie, versprechen die Veranstalter.

Am Samstag, 13. April, 20 Uhr, steht eine Premiere ins Haus (ebenfalls zu erleben am 14. April um 17 Uhr). Unter dem Titel "Thermo-Dings ist Standard oder: Lotti Huber kommt zu spät zu ihrem Todestag" erzählt das Bamberger Falko-Garbisch-Ensemble einen spannenden Hausfrauenkünstlerinnenmonolog. Zum Inhalt: Inge (Inge Albus) ist erfolglose Nana-Figuren-Künstlerin und bezieht eine spärliche Witwen-Rente, mit der sie zwar frei sein kann, die sie aber keine großen Sprünge machen lässt. Über eine Anzeige findet sie schließlich ein neues Jobangebot, das sehr vielversprechend klingt. Sie beginnt, sich mit ihrer Aufgabe vertraut zu machen und stolpert dabei - nicht nur über sich selbst. Ach, und dann ist da ja noch die alte Lotti. Lotti Huber ist noch nicht fertig, aber schon zu spät ...

Voller Lebenserfahrung

Nach "Fränkisches Nirwana" (2016) und "Je älter man wird, desto früher wird es spät!" (2017) ist "Thermo-Dings ist Standard" das dritte gemeinsame Projekt des Ensembles hier in Bamberg. Die Stücke werden gemeinsam in einer intensiven Entwicklungs- und Improvisationsphase erarbeitet, meist anhand der eigenen Biografien der Spielerinnen und Spieler. Aus einzelnen, oft selbst geschriebenen Texten oder Liedern, wird eine Collage - so entsteht ein bunter und vielfältiger Theaterabend mit viel persönlicher Geschichte, authentisch und voller Lebenserfahrung.

Am Sonntag, 21. April, 20 Uhr, gibt es erneut Leichen im Keller: "Guten Abend, sehr geehrte An- und Verwesende ..." - seit 1999 lädt Bambergs Gruselmeister Arnd Rühlmann alle 14 Tage sonntags zur erfolgreichen Lesereihe mit makabren, unheimlichen und satirischen Geschichten.

Birgit Süß gastiert mit "Schenk mir ein Lächeln!" am Freitag, 26. April, um 20 Uhr im Nana-Theater. Ihre "Inventur"-Programme mit Heidi Friedrich sind seit Jahren Kult. Nun ist die Kabarettistin mit der Power-Stimme wieder solo zu erleben. Ein Hoffnungsschimmer am Horizont, wenn der Alltag mal wieder über einem zusammenschlägt und sich zu einem Kuriositätenkabinett entwickelt.

Am Sonntag, 28. April, um 17 Uhr singen unter dem Titel "Alles, bloß kein Liebeslied" Arnd Rühlmann und Jürgen Heimüller ihre besten Chansons aus 20 Jahren. Seit 1999 stehen Gruselchansonnier Rühlmann und Extrempianist Heimüller gemeinsam auf der Bühne - da kommt so einiges zusammen an Anekdoten, Erlebnissen, Frotzeleien - und großartigen Liedern. Da geht es um tote Tanten, vergiftete Tauben und jugendliche Liebhaber, man besingt Fortpflanzung, Weltuntergang und Mario Barth. Und schließlich stellen sich die zwei Musiker auch ihrer größten Niederlage: In all den Jahren niemals ein Liebeslied geschrieben zu haben, in dem alle Beteiligten bis zum Schluss überleben ... red