Die Freiwillige Feuerwehr Gössersdorf erlebte mit der Segnung einer neuen Tragkraftspritze und eines neuen Feuerwehrfahrzeugs einen ihrer ganz großen Tage. Ein großer Tag war es auch in dem Hinblick, als dass genau vor 40 Jahren die Eingemeindung von Gössersdorf zur Gemeinde Weißenbrunn erfolgte, erzählte Bürgermeister Egon Herrmann.
Die Anschaffungen dieser beiden Gerätschaften waren lange Zeit geplant und konnten nun endlich gesegnet werden, um dann auch eingesetzt zu werden.
Die Feuerwehr Gössersdorf leiste vor allem vor Ort wertvolle Dienste. Und sie ergreife auch Selbsthilfe in Form von Eigenleistungen wie zum Beispiel bei dem Bau eines Schlauchwagens oder auch bei der Umrüstung des gebrauchten Feuerwehrfahrzeugs. Der Rathauschef dankte vor allem der Führungsriege für den Zusammenhalt in der Wehr, aber auch für die gute Zusammenarbeit mit der Gemeinde.
Auch das Verhältnis zwischen den Feuerwehren in der Gesamtgemeinde bezeichnete Herrmann als sehr gut und vorzüglich kameradschaftlich. Kreisbrandrat Joachim Ranzenberger gratulierte der FF Gössersdorf zu diesem wichtigen Schritt. Die Wehr sei nun technisch gut ausgestattet und die Bevölkerung könne sich eines guten Feuerschutzes durch ihre Wehr sicher sein. Die Feuerwehrleute genießen zu Recht das Vertrauen der Bevölkerung. Andererseits vertrauen auch die Feuerwehren den Bürgern und setzen sich mit großem Engagement für die Sicherheit der Bevölkerung ein. Erster Kommandant Peter Heuschmann zeigte sich glücklich über diese Neuerungen in der Wehr.
Wenn es auch lange gedauert habe, so habe man nun qualitativ gute Gerätschaften. In das gebrauchte Fahrzeug, Baujahr 1999, das aus München kommt, wurden nochmals von den Feuerwehrleuten circa 30 Arbeitsstunden an Eigenleistungen für gewisse Umbauten gesteckt. Die Gesamtkosten für das Fahrzeug von rund 11 000 Euro wurden von der Gemeinde finanziert. Ebenso finanziert die Gemeinde die Kosten für die Tragkraftspritze für rund 11 200 Euro, worauf man circa 4000 Euro an staatlichen Zuschuss erhielt.
Die Segnung wurde mit einem Festgottesdienst verbunden. Pfarrer Christian Schmidt, selbst Feuerwehrmann und Notfallseelsorger, konnte wie kein anderer die Aufgaben der Feuerwehr umschreiben. Nicht umsonst heiße die Losung: retten, löschen, bergen. Ihr Dienst erfordere stets verantwortungsbewusstes Handeln und das im Dienste des Nächsten. Wenn man gerufen wird, frage keiner danach, ob man mit einem Betroffenen, der Hilfe braucht, gut befreundet sei oder nicht so gut miteinander auskomme. Die innere Pflicht sei für Feuerwehrleute wichtiger als alles andere. Neben der Soforthilfe bei Notlagen, egal ob bei Unfällen, Bränden oder Katastrophen, leisten die Feuerwehren wertvollen Dienst in der Prävention. eh