Der Arbeiter-Samariter-Bund Coburg hat seinen Fuhrpark erweitert: Eine Fahrrad-Rikscha steht seit wenigen Tagen in der großen Fahrzeughalle neben den vielen Kleinbussen und ASB-Autos. "Die Idee hinter der Rikscha ist, Senioren und Menschen mit Behinderungen im Landkreis und der Stadt Coburg Fahrradausflüge zu ermöglichen", erklärt Andreas Bär vom Quartiersma-nagement des ASB in Weidach. Dazu werden in mehreren Gemeinden des Landkreises eine Reihe von "Piloten" ausgebildet, die dann das knapp 100 Kilogramm schwere Gefährt sicher über Radwege und Nebenstraßen steuern.

Damit die mitunter hügelige Topographie kein unüberwindbares Hindernis darstellt, ist die Rikscha mit einem unterstützenden E-Motor ausgerüstet. Die beiden Fahrgäste sitzen vor dem Fahrer und sind durch ein Klappverdeck gegen Wind und Wetter geschützt. "Wir haben auch Decken dabei, so dass niemand frieren muss", sagt Andreas Bär. Am Heckgepäckträger ist ein Halter für zwei Stöcke oder Gehhilfen montiert. Rückspiegel, Scheibenbremsen, selbstverständlich Scheinwerfer und Rücklicht und eine hell tönende Klingel machen das Transportfahrrad nach der Straßenverkehrsordnung regelkonform. Auch eine Anfahrhilfe gibt es. Die Passagiere sind mit Hüftguten gesichert.

Im kommenden Frühjahr sollen die Fahrer für die Rikscha ausgebildet werden. "Jede Gemeinde oder soziale Organisation im Landkreis kann die Rikscha per E-Mail buchen. Dann wird das Fahrzeug geliefert und der Weg ist frei für einen Radausflug." Der Kauf des dreirädrigen Gefährts wurde von der Kulmbacher Albert-Raps-Stiftung gefördert. Menschen mit Spaß am Radfahren, die sich gerne ehrenamtlich engagieren möchten, können beim Arbeiter-Samariter-Bund eine Schulung zum Rikschafahrer absolvieren. cw