Die Pflanzenvielfalt des Wiesen-Panorama-Wegs in Nordhalben entdecken, den Felsenpfad im wildromantischen Höllental, die malerischen Felsformationen am Forstmeistersprung erforschen und auf den Spuren des Baumeisters im Lamitztal wandeln - die Naturpark-Ranger des Naturparks Frankenwald laden alle Wanderfreunde in diesem Sommer und Herbst gleich zu vier Entdeckungstouren in unserer schönen Heimat ein.

Das beste aus drei Landkreisen

Nachdem die neuen Ranger erstmals überhaupt ein solches komplettes Tourenprogramm mit Highlights aus den Landkreisen Kronach, Kulmbach und Hof ausgearbeitet hatten, mussten die ersten Wanderungen aufgrund der Corona-Pandemie leider ausfallen. Nun kann es unter Einhaltung der Abstands- und Hygieneregeln endlich losgehen.

Die erste Tour startet am Mittwoch, 24. Juni, mit dem herrlichen Wiesen-Panorama-Weg in Nordhalben mit seiner einzigartigen Pflanzenvielfalt wie Bärwurz, Borstgras und Blutwurz. Eine Anmeldung ist - wie bei allen Touren - unbedingt erforderlich und sollte aufgrund der begrenzten Teilnehmer-Anzahl baldmöglichst erfolgen. Es entstehen keinerlei Kosten (siehe Infobox unten).

Die Ziele

Im Rahmen der "Naturoffensive Bayern" werden in ganz Bayern Artenreichtum, Lebensräume und das Naturerlebnis gestärkt und gefördert. Neben Initiativen wie zum Beispiel dem Erhalt gefährdeter Insekten oder dem Ausbau des kooperativen Naturschutzes ist ein wesentlicher Bestandteil die Stärkung der Naturparke, um die gesetzten Ziele im Einklang mit den Menschen der Region zu erreichen. In diesem Zusammenhang werden seit Ende 2018 nach und nach insgesamt 60 Ranger in den bayerischen Naturparken eingesetzt. Seit 2019 verstärken auch die drei Ranger Anna-Lisa Haber, Jan van der Sant und Oliver Kreß den Naturpark Frankenwald.

"Unsere Aufgabe besteht darin, die Menschen für die Natur zu sensibilisieren, Einheimische und Gäste über die ökologischen Besonderheiten des Frankenwaldes zu informieren und für eine naturverträgliche Nutzung und Erholung zu werben. Des Weiteren leisten wir Unterstützung bei wissenschaftlichen Untersuchungen und arbeiten eng mit verschiedenen Akteuren im Naturparkgebiet, wie den Naturschutzbehörden, den Bayerischen Staatsforsten oder dem Landesbund für Vogelschutz - zusammen", erklärt Kreß.

Er und seine Kollegen bieten Führungen an, auf denen die Teilnehmer den einzigartigen Charakter und die Vielfältigkeit des Frankenwaldes erleben können: beispielsweise Führungen entlang der hunderte Millionen Jahre alten Felsformationen des wildromantische Höllentals, durch das Steinachtal mit seinen historischen Sehenswürdigkeiten oder hinauf auf die Höhe des Nordhalbener Wiesen-Panorama-Weges mit seinen einzigartigen Aussichten und Fernblicken.

Darüber hinaus stehen die Ranger als Ansprechpartner für gefährdete Arten wie etwa Biber, Fledermäuse, Wildbienen und Hornissen zur Verfügung. Auch führen sie ganz praktische Aufgaben in den Bereichen Landschaftspflege und Naturschutz durch. Sie tragen beispielsweise dazu bei, wertvolle Geotope freizustellen oder Habitate so zu pflegen, dass der Frankenwald vielen geschützten Tier- und Pflanzenarten weiterhin als Lebensraum erhalten bleibt.

Bewusstsein schaffen

"In erster Linie sind unsere Ranger draußen unterwegs", betont Anja Wunder vom Naturpark Frankenwald e. V.. Im direkten Gespräch mit den Menschen vor Ort möchten diese dazu beitragen, das Bewusstsein für die schützenswerte Natur zu erweitern und auf öffentlichen Veranstaltungen über die neuen Medien, aber vor allem auch direkt in der Natur, über den Naturpark und seine Besonderheiten zu informieren. Die Ranger seien also in erster Linie Ansprechpartner für den Naturpark und den Naturschutz. Wer einen der Ranger draußen antreffe, können sie oder ihn sehr gerne ansprechen.