Der Bauausschuss begrüßte mehrheitlich einen Antrag der Frankenfloß GmbH & Co. KG mit Sitz in Lichtenfels. Ein Floß wird nach Auskunft von Bürgermeister Robert Hümmer zwischen der Mainbrücke, die Burgkunstadt und Altenkunstadt miteinander verbindet, und der Mainüberquerung bei Strössendorf verkehren. "Es ist eine Attraktion für den östlichen Landkreis Lichtenfels", freute sich Hümmer. Laut Bürgermeister steigen die Gäste unweit des Raiffeisenbaumarkts ein und wieder aus.

Es werde nach Strössendorf und dann wieder zurück nach Burgkunstadt gefahren, sagte der Bürgermeister. Seinen Ausführungen zufolge wurden sechs Fahrten pro Woche im Zeitraum vom 1. Mai bis 31. Oktober beantragt. Das sieben mal zwölf Meter große Floß bietet 80 Fahrgästen Platz. Das hölzerne Wasserfahrzeug ist mit einem Gastronomie- und einem Sanitärbereich ausgestattet. Der Antrieb erfolgt mit einem Vier-Takt-Außenbordmotor.

Ludwig Winkler und Almut Schuhmann (SPD) vermissten eine naturschutzrechtliche Stellungnahme. "Sollten Vogelarten durch die Floßfahrten gestört werden, dann wird das Landratsamt als Aufsichtsbehörde eine Genehmigung versagen", erwiderte Hümmer. Mit acht zu drei Stimmen stimmte der Bauausschuss der geplanten Floßfahrtgaudi zu.

Zwischen Roth und Thelitz beim Weiler Bohnberg will die Südwerk Projektgesellschaft auf einem 18,5 Hektar großen Areal eine Freiflächenphotovoltaikanlage errichten. Der Stadtrat von Lichtenfels hat dafür einen Bebauungsplan aufgestellt und den Flächennutzungsplan geändert. Als Nachbarkommune wurde Altenkunstadt um eine Stellungnahme gebeten. Dort zeigte man sich nicht gerade erfreut über das Projekt.

"Wollen wir den Landkreis Lichtenfels mit solchen Anlagen zupflastern?", fragte sich Ludwig Winkler, der zugleich von einer Beeinträchtigung des Landschaftsbildes sprach. Auf Dächern, Deponieflächen und entlang von Autobahnen seien solche Freiflächenanlagen in Ordnung, aber nicht auf sensiblen Ökoflächen. Mit acht zu drei Stimmen wurde das Vorhaben abgelehnt.

Der Errichtung einer nur zehn Hektar großen Freiflächenanlage nördlich von Lichtenfels durch das gleiche Unternehmen stimmte der Ausschuss hingegen mit neun zu zwei Stimmen zu.

Am 18. Mai wird auf dem Kordigast der Keltenspielplatz "Spielwinix" eingeweiht. Auf Nachfrage von Ludwig Winkler teilte der Rathauschef mit, dass die beiden Schranken an den zwei Gaststätten, die eine Zufahrt zum Spielplatz mit dem Auto verhindern sollen, erst nach der Einweihung angebracht werden. "Die Gastwirte auf Weismainer und Altenkunstadter Seite sorgen dafür, dass die Schranken unter der Woche oben und am Wochenende geschlossen bleiben", informierte Hümmer. Zudem erinnerte er daran, dass auf Altenkunstadter Seite das Schild "Durchfahrt verboten" stehe.