von unserem Redaktionsmitglied 
JOsef Hofbauer

Rüssenbach — Langsam kommt das Ende in Sicht. Von den 915 Metern des maroden Hauptsammmlers im Mühlbachtal sind bereits 780 Meter erneuert. Im so genannten Inline-Systsem. Wie das funktioniert, erklärten Planer Harald Kammerer vom Ingenieurbüro Balling und Bauleiter Ralf Schirmer von der Firma Diringer & Scheidel, die mit den Arbeiten beauftragt wurde. Oberbauleiter Johannes Raab zeigte sich zuversichtlich, dass die Arbeiten bis Anfang November abgeschlossen werden können. Die Kosten der Maßnahmen bezifferte Bauamtsleiter Steffen Lipfert auf rund eine halbe Million Euro.
Beim statischen Berstlining wird auf das Kunststoffrohr ein Aufweit-Kopf aufgesetzt. Davor ist ein Schneidrohr, das die alte Leitung an zwei Seiten aufschneidet. Daran wird ein leiterartig verbundenes Gestänge montiert, an dem ein Kompressor zieht. Mit 17 Tonnen Zugkraft. So wurden die einzelnen Rohrstränge von jeweils rund hundert Metern Länge zwischen den einzelnen Sammlern erneuert. Die heikelsten Stellen waren die beiden Bach-Unterquerungen, nur einen Meter unter der Bach-Sohle. "Im schlimmsten Fall hätten wir den gesamten Graben geflutet", schildert Harald Kammerer, der froh ist, dass die Arbeiter mit Umsicht und Vorsicht zu Werke gingen. Gleiches gilt für die Gas-Hochdruckleitung, die ebenfalls unterquert wird. Immerhin herrscht in den Gasrohren der Stadtwerke ein Druck von 50 bar. "Aber wir sind völlig im grünen Bereich. Da passiert nichts", ist sich Kammerer sicher.
Während die neuen Rohre eingezogen werden, muss für den Kanalabschnitt, der gerade saniert wird, eine Art Bypass angelegt werden. Die Vor- und Nacharbeiten sorgten für eine Bauzeit von rund zwölf Wochen. Dabei können hundert Meter an einem Tag verlegt werden.