Am Abend vor dem "Fest der unschuldigen Kinder" erstrahlte das Kirchenumfeld und der Treppenaufgang rund um die Außenkrippe in stimmungsvollen Lichtern. Zahlreiche Laternen und Kerzen verteilten ihr warmes Licht auf den Treppenstufen und vor dem Eingang zur Pfarrkirche St. Thomas in Wallenfels. Die Ministranten hatten zur Weihnachtsandacht eingeladen. Doch besondere Umstände verlangen besondere Maßnahmen. Und so verteilten sich die Kinder, Jugendlichen und Erwachsenen weitläufig auf dem Areal, um die Stimmung auf sich wirken zu lassen, mitzubeten und in Gedanken bei all ihren Lieben zu sein, die sie in diesem Jahr nicht sehen konnten.

Aufgrund der Windverhältnisse wurde der Eingangsbereich der Kirche umfunktioniert und mit Mikrofon und Orgel ausgestattet. Von hier aus schallten die Melodien und Lieder über Lautsprecher weit hinaus in die Nacht. Live wurde die Andacht außerdem über den Facebook-Kanal der Pfarrei übertragen. Hier kann das Video auch noch im Nachhinein aufgerufen werden unter "Pfarrei St. Thomas Wallenfels".

Musikalisch begleitet wurde die Andacht von Maik Förner und seiner Panflöte, Katrin Werner an der Orgel, Erich und Oskar Mähringer mit Trompete und Posaune, Lena Weiß und Katharina Schauer mit ihren Klarinetten und bereits im Vorfeld auf Band aufgenommen und abgespielt Lieder vom Minichor und ein Instrumentalstück von Nicole Weiß. Gedanken zum Meditieren, zum "Suf sich wirken lassen", wurden in der Betrachtung geteilt. Bevor die Ministranten ihre Fürbitten vor Gott brachten, klang das Lied aus "Drei Nüsse für Aschenputtel" auf der Panflöte durch die Stille und das Dunkel. Deshalb wurde in den Fürbitten auch für die, die in der Dunkelheit der Angst und Hoffnungslosigkeit gefangen sind, die Mutlosigkeit und Trägheit spüren, gebetet und für sie bei Gott gefleht.

Nach dem gemeinsamen Vaterunser und einem Instrumentalstück von Nicole Weiß, das vom Band kam, sprach Pater Jan Poja den Segen und gab den Gläubigen mit auf den Weg, dass sie Gott überall entdecken und finden können, man muss ihn nur mit den Augen des Glaubens suchen und sehen.

Mit dem Lied "Siehst du die Sterne" des Minichores, das zum Schluss noch vom Band über die Stadt schallte, ging die stimmungsvolle Andacht zu Ende. sd