Seit Jahrtausenden erzählen sich Menschen Geschichten. Sie prägen unser Sozialleben, sie stiften Nähe, bringen uns zum Lachen und zum Weinen, transportieren Wissen und Erfahrung. Geschichten werden im Unterricht, im Gottesdienst oder in der Werbung eingesetzt. Wie dieses Storytelling funktioniert und wie man es gezielt in der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit einsetzen kann, erklärte Torsten Geiling, Journalist und Geschäftsführer einer Strategieberatung, auf Einladung der Hanns-Seidel-Stiftung und der CSU Hammelburg rund 20 Ehrenamtlichen aus verschiedenen Hammelburger Vereinen.

"Gefällt mir! Wie eine moderne Medien- und Pressearbeit für Vereine und Verbände gelingt", lautete die Überschrift zum Vortragsabend in der Wandelbar. CSU-Ortsvorsitzender Detlef Heim betonte die unschätzbare Bedeutung des Ehrenamtes für das Miteinander.

Wie die Vereinsvertreter selbst etwas tun können, um ihre Arbeit darzustellen, erklärte Torsten Geiling. Das Aufzählen von Daten und Fakten reiche nicht aus, um die Aufmerksamkeit von Menschen zu gewinnen. "Dafür brauche es Geschichten, sie sind das emotionale Verbindungsstück - auch zwischen Vereinsmitgliedern und Öffentlichkeit. Wer Geschichten erzählt, kann Herzen gewinnen, das Denken verändern, Ziele erreichen."

Geiling machte anhand von Beispielen deutlich, wie wichtig gute Bilder, spannende Geschichten und rechtzeitige Veröffentlichung von Beiträgen in den Medien sind. Früher seien das vor allem die Zeitungen gewesen, heute seien auch die sozialen Kanäle wichtig, gerade um die Jüngeren zu erreichen. Dabei hilft es, laut Geiling, sich in die Perspektive des Lesers hineinzuversetzen. red