Wohnmobile und Wohnmobiltourismus erfreuen sich zunehmender Beliebtheit. Seit einigen Jahren ist am Freibad der Stellplatz "Vesteblick" mit Strom- und Wasserversorgung für Wohnmobile in Betrieb. Weitere solche Stellplätze möchte die Wählergemeinschaft Pro Coburg etablieren. Nach dem Antrag im September sollen Wohnmobilisten auf dem Parkplatz am Goldbergsee, auf der Brandensteinsebene sowie am Ketschenanger stehen dürfen. Pro Coburg sieht in Stellplätzen für Wohnmobile eine touristische Werbung für die Stadt."Im vergangenen Jahr sind die Zulassungszahlen von Wohnmobilen und Caravans um 85 Prozent gestiegen", sagte Stadtrat Peter Kammerscheid. Kostenfreie Stellplätze seien besonders am Goldbergsee nötig.

Louis Münster vom Stadtbauamt erläuterte am Mittwoch bei der Sitzung des Senats für Stadt- und Verkehrsplanung sowie Bauwesen, dass der Parkplatz am Goldbergsee grundsätzlich gebührenfrei genutzt werden könne. Für Wohnmobile sei der Platz geeignet, jedoch plädierte Münster dafür, aufgrund des sehr hohen Parkdrucks am Goldbergsee "von einer exklusiven Bereitstellung einiger Stellplätze für Wohnmobile abzusehen".

Der große Parkplatz an der Brandensteinsebene gehört dem Freistaat Bayern. Deshalb ist die Stadt Coburg dort nicht zuständig und kann laut Louis Münster die Fläche weder neu einteilen noch eine Beschilderung veranlassen. Die Stadt will darauf drängen, dass der Hinweis auf die Parkgebühren verschwindet, "weil der Parkscheinautomat schon vor längerer Zeit abgebaut worden ist". In der Regel wird der Parkplatz von Besuchern der Veste Coburg genutzt.

Acht Stellplätze für Wohnmobile gibt es derzeit auf dem Ketschenanger, wofür je 2,50 Euro am Tag zu entrichten sind. Ein Schild weist auf den Stellplatz "Vesteblick" am Freibad hin. Wie Louis Münster erklärte, "werden die Sicherung und Erweiterung der Wohnmobil-Stellplätze in künftige Überlegungen einbezogen". cw