Theres —  Das Verwaltungsgebäude der Verwaltungsgemeinschaft (VG) Theres in Obertheres soll freundlicher und bürgernäher werden. Um auch dem Raumbedarf, dem Brandschutz, der Barrierefreiheit, der Datenschutzgrundverordnung und der Arbeitsstättenverordnung gerecht zu werden, sollen die entsprechenden Umbauarbeiten noch heuer beginnen und bis 2020 beendet sein.

Die Planung stellte der Vorsitzende der Gemeinschaftsversammlung der VG, Bürgermeister Matthias Schneider (CSU), am Montagabend in der Sitzung vor. So ist geplant, im Erdgeschoss und im Obergeschoss die Räume neu zu ordnen und teilweise zu vergrößern, Brandschutzabschnitte zu bilden und eine Feuerschutztreppe im Osten des Gebäudes anzubauen.

Zusätzliche Arbeitsplätze und ein neuer Besprechungsraum sowie die Neuordnung des Amts für öffentliche Sicherheit und Ordnung sind ebenfalls Inhalt der Umbauarbeiten.

Der Bereich im Erdgeschoss, der über den Eingang zur Sparkasse barrierefrei zu erreichen ist, soll zu einem Bürgerbüro mit Behinderten-WC umfunktioniert werden. Glaselemente mit Sichtschutzelementen sollen für mehr Transparenz sorgen und gleichzeitig soll der Datenschutz im ganzen Haus gewährleistet werden.

Die zusätzlichen Arbeitsplätze begründete Schneider auch damit, dass es zumindest im Erdgeschoss keine festen Arbeitsplätze mehr geben soll und dass die drei Bürgermeister der Mitgliedsgemeinden freie Plätze nutzen sollen. Zudem seien ein neuer Mitarbeiter und eine Auszubildende eingestellt worden. Man sei froh, ohne Anbau auszukommen.

Geplant ist auch, die Leitungen und die Elektrik zu sanieren, die EDV aufzurüsten und die Ausstattung teilweise zu erneuern. "Wir schätzen die reinen Baukosten auf 800 000 bis 850 000 Euro, zu denen noch die Nebenkosten kommen", sagte Schneider.

Bürgermeister Peter Kraus (Gädheim) warf ein, die Kosten möglichst noch zu reduzieren, da die Gemeinden sich den Umbau auch leisten können müssen. Uwe Stühler meinte, dass man mit einer Zusammenlegung der drei Gemeinden Geld sparen könnte; doch sei das derzeit nicht gewünscht.

Um die Umbauarbeiten sinnvoll ausführen zu können, soll die gesamte VG während der Bauzeit in die Schule in Damp-fach ausgelagert werden. Die Schüler können dann in Gädheim unterrichtet werden.

Mehr Kinder

Über die Situation der Johann-Peter-Wagner-Schule Theres berichtete Leiterin Ulrike Vorndran-Binder. "Erfreulich ist, dass die Schülerzahlen der Grundschule von 157 Kindern auf 244 Kinder 2024/25 steigen werden", sagte sie.

Da im kommenden Schuljahr die erste Klasse zweizügig sein wird, steht die Grundschule Gädheim für die Dampfacher Schüler zur Verfügung. Die Schule in Theres sei jedenfalls komplett genutzt.

Die Mittelschule wiederum werde mittelfristig einzügig bleiben. Eine gewisse Planungsunsicherheit bringe der neue Einschulungsmodus mit sich.

Eltern dürfen ihre Kinder, die zwischen 1. Juli und 30. September geboren wurden, im eigentlichen Einschulungsjahr zurückstellen lassen. So wisse man nicht, wie viele der acht in Frage kommenden Kinder im Schuljahr 2019/20 auch tatsächlich eingeschult würden.

Die Schule plane, den Betreuungsbedarf nach dem Unterricht bei den Eltern der Kindergartenkinder anonym abzufragen. "Wir haben den Eindruck, dass der Bedarf abgenommen hat", sagte Binder-Vorndran. "Wir haben im kommenden Schuljahr aber keinen gebundenen Ganztageszug mehr und wollen den Eltern dennoch die gewünschte Betreuung anbieten können."

Für die Digitalisierung habe die Schule ihre Hausaufgaben gemacht und einen Medienentwicklungsplan erstellt. Schneider teilte mit, dass man für zwei Schuljahre 90 Prozent der Investitionssumme von 60 000 Euro als Förderung vom Land Bayern erhalte.

Wie die Förderung des Bunds aussehe, wisse man aber noch nicht. Eine externe Firma solle ein Konzept erstellen. Konrektorin Simone Goebel teilte mit, dass die Johann-Peter-Wagner-Schule ins Programm "AlgoKids" (Algorithmen für Kinder) aufgenommen wurde, das vom Lehrstuhl Didaktik der Informatik der Technischen Universität München wissenschaftlich begleitet und vom Staatsministerium für Unterricht und Kultus gefördert werde. "Das kommt bei den Kindern super an", sagte sie.

Schönerer Schulhof

Zum Schluss teilte Schneider mit, dass das Amt für ländliche Entwicklung Unterfranken die Neugestaltung des Schulhofs, die mit 470 000 Euro veranschlagt sei, mit 65 Prozent der förderfähigen Kosten fördern werde. Die Arbeiten sollen kommendes Jahr ausgeführt werden.