Die Parkplätze am Weiher und beim Autohaus Hartmann in der Bayreuther Straße in Gräfenberg sollen neu gestaltet werden. Die Grünen-Fraktion brachte dazu einen Vorschlag ein. Matthias Striebichs Vorschlag sah neben der Schaffung zusätzlicher Parkplätze auch die gestalterische Aufwertung dieses östlichen Eingangstors in die historische Altstadt vor, um für die Bürger, Kinder und Touristen mehr Attraktivität zu erreichen. Auch die Städtebauförderung solle miteinbezogen werden. Ein Büro soll nun verschiedene Gestaltungsvarianten und eine Machbarkeitsstudie erstellen.

Auf Gehweg parken

Zu wenig Platz gibt es auch in der Straße "Am Schelmberg". Die Anwohner baten in einem Schreiben, auf dem Gehweg parken zu dürfen. In der Stichstraße könnten Müllabfuhr, Winterdienst und vor allem der Rettungsdienst nicht ungehindert fahren. Ähnlich war es in der "Waldstraße", weshalb dort das Gehwegparken erlaubt wurde, wie Bürgermeister Hans-Jürgen Nekolla (SPD) erinnerte. Zugleich machte er deutlich, dass die Gehwege grundsätzlich betrachtet frei von parkenden Autos sein sollten. Außer in Ausnahmefällen wie "Am Schlemberg". Martin Kempe (FW) konnte den Antrag nicht nachvollziehen, sei doch die Straße in der Verlängerung der Stichstraße nicht breiter. Dort funktioniere es auch. Einen verkehrsberuhigten Bereich auszuweisen und den Gehweg zu entfernen lehnte Nekolla aus finanziellen Gründen ab.

"Die Anwohner dort sind sich einig. Ich verstehe nicht, warum man auf den Wunsch nicht eingeht", argumentierte Antje Rammensee (SPD). Bei der vorgeschriebenen Verkehrsschau wird der Anwohnerwunsch geprüft. Ebenfalls der Antrag der Kasberger Bürger auf einen Zone-30-Bereich im gesamten Ort. Zone 30 begrüßte Bürgermeister Nekolla in Kasberg, aber nicht in der klassischen Form. "Wenn man das umsetzt, heißt es rechts vor links. Dann würde der Durchgangsverkehr aus Neusles Vorfahrt haben", sagte Nekolla und zeigte damit auf, dass auf diese Art mehr Geschwindigkeit gefördert würde.

Bis Januar 2020 müssen die Kommunen einen Beauftragten für Datenschutz und Informationssicherheit haben. Personell ist die Stadt dafür nicht aufgestellt. Wie andere Kommunen wird auch Gräfenberg diesen Bereich an einen Dienstleister vergeben. Dazu wird die Stadt Gräfenberg wie die anderen Gemeinden der Verwaltungsgemeinschaft Hiltpoltstein und Weißenohe Mitglied im Zweckverband IT Franken. Die einmalige Beitrittsumlage beträgt 1000 Euro, der Mitgliedsbeitrag 400 Euro für 2019. "Für das Geld kann man es nicht selbst machen, zumal der eigene Mitarbeiter in der Verantwortung stünde", befürwortete Hans Derbfuß (CSU) den Beitritt, der einstimmig beschlossen wurde.