Partyzone
Als neuer Treffpunkt außerhalb des Berggeschehens für zumeist junge Leute scheint sich das Areal um den Bürgermeistersteg zu etablieren. Bereits zum Auftakt der Kirchweih versammelten sich beim sogenannten Kastenlauf über 3000 Personen dort. Auch an den Folgetagen stellten die Beamten mehrmals bis zu 1000 dort feiernde Jugendliche und Heranwachsende fest, die überwiegend friedlich feierten. Dabei wurden auch professionelle Musikanlagen eingesetzt, um die Menge und die umliegende Wohngegend mit lauter Musik zu beschallen.
Verschiedene Gruppen nutzten diesen Aktionsraum leider auch negativ, um aggressiv und/oder provozierend gegenüber anderen Feiernden vorzugehen; ein paar wenige beleidigten die eingesetzten Polizeibeamten. Während des Kastenlauf wurden die Polizisten lautsprechunterstützt massiv beleidigt.
Am letzten Wochenende kam es in den Abendstunden zu zwei Schlägereien. In diesen zwei Fällen wurden jeweils drei Jugendliche aus einer bis zu 50-köpfigen Gruppe mit Migrationshintergrund niedergeschlagen. Mehrere Täter sind ermittelt. Platzverweise sorgten für mehr Ruhe vor Ort.
Während der Nachfeiern stellten die Beamten im Gegensatz zu den vergangenen Jahren eine längere Verweildauer der Besucher im Bereich des Martin-Luther-Platzes fest. Das steht offenkundig im Zusammenhang mit lauten Musikdarbietungen in den anliegenden Gaststätten, die auch im Außenbereich wahrnehmbar waren. Darüber hinaus wurde in diesem Bereich eine vermehrte Vermüllung der Straße festgestellt.
Weniger Trunkenheitsunfälle
Während der Berg-Tage mussten vier alkoholbedingte Verkehrsunfälle bearbeitet werden. Im Gegensatz zu den Kriminalstraftaten reduzierten sich die Trunkenheiten im Verkehr um rund 50 Prozent.
Insgesamt wurden zwei Pkw- Fahrer und 17 Radfahrer angetroffen, die alkoholbedingt fahruntauglich waren. Sieben Pkw-Fahrer (Vorjahr einer) wurden mit einem Blutalkoholwert von 0,5 bis 1,09 Promille erwischt. Gegen diese Kraftfahrer wurden Ordnungswidrigkeitenverfahren eingeleitet.
Im Drogenrausch
Am Sonntag kam es zu Widerstand gegen Einsatzkräfte und einer Straßenverkehrsgefährdung im Bereich der Loewenichstraße, nachdem nach einer Körperverletzung mehrere Personen vom Rettungsdienst behandelt werden mussten. Ein 18-jähriger Fahranfänger aus Nürnberg versuchte mit seinem Pkw, den in der Straße geparkten Rettungswagen zur Seite zu schieben; gegen die anschließenden polizeilichen Maßnahmen leistete er Widerstand. Der Fahrer stand offenbar unter Drogen.
Der letzte "Bergtag" selbst verlief aus Sicht der Polizei völlig ruhig. Weder auf dem Festgelände noch bei den Nachfeiern in der Stadt wurde eine Körperverletzung registriert.