Schlimmer Crash bei Norisring-Rennen: Schwer verletzter Fahrer in Schockraum gebracht

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Beim Samstagsrennen der DTM am Norisring in Nürnberg kam es zu einer heftigen Kollision. Dabei wurde ein Fahrer schwer verletzt.

Das Norisring-Rennwochenende in Nürnberg wurde am Samstag (5. Juli 2026) von einem schweren Unfall überschattet. Bei einer Kollision zweier Rennfahrzeuge wurde ein Fahrer so schwer verletzt, dass er in einen Schockraum gebracht werden musste. Die Hilfsorganisationen waren mit einem Großaufgebot vor Ort im Einsatz.

Der Unfall ereignete sich rund 20 Minuten vor Rennende im Bereich der ersten Kurve des Nürnberger Stadtkurses. Dabei kollidierten Kelvin van der Linde im Schubert-BMW und Maximilian Paul im GRT-Lamborghini mit hoher Geschwindigkeit, wie das Motorsport Magazin berichtet. Das Rennen wurde daraufhin für knapp eine Stunde mit roten Flaggen unterbrochen.

Lamborghini-Fahrer Paul erleidet Unterschenkelbruch - OP in der Nacht

Paul war demnach mit hoher Geschwindigkeit abgeflogen und hatte van der Lindes BMW an der Fahrertür getroffen, heißt es im Bericht des Motorsport Magazins. Der gebürtige Dresdner erlitt dabei einen Bruch des Unterschenkels. Einer der Fahrer galt als schwerverletzt und wurde daher in einen Schockraum verbracht, teilt auch das Bayerische Rote Kreuz mit. Paul wurde noch in der Nacht operiert.

"Den Umständen entsprechend geht es ihm gut, er ist wegen einer Verletzung im unteren Fußbereich operiert worden", sagte GRT-Teamchef Gottfried Grasser am Sonntagmorgen bei ProSieben. Die Operation sei gut verlaufen. Wann Paul wieder ins Renngeschehen eingreifen könne, sei noch unklar. "Der linke Fuß ist der Bremsfuß und die Jungs müssen mit 130 bar Druck bremsen. Die Genesung muss anständig sein, damit alles verheilt", erklärte Grasser.

Van der Linde meldete sich per Video-Nachricht zu Wort: "Das war heftig. Ich bin froh, dass nix Schlimmes passiert ist. Es tut schon einiges weh - besonders, wenn man 30 Jahre alt ist." Er freue sich, dass es weitergehe und er die Geschichte einfach so erzählen könne. Auto fahren sei für ihn am Sonntag erst mal nicht das Richtige.

Über 70 Einsatzkräfte sichern das Norisring-Wochenende ab

Nach der Kollision wurden laut Mitteilung des Bayerischen Roten Kreuzes, des Arbeiter-Samariter-Bundes und des Malteser Hilfsdienstes unmittelbar ein Notarztwagen, ein Rettungswagen sowie ein zusätzlicher Notarzt auf der Rennstrecke eingesetzt. Beide Fahrer seien vor Ort medizinisch versorgt, stabilisiert und anschließend in ein Krankenhaus transportiert worden.

Insgesamt sind die Hilfsorganisationen während des Rennwochenendes täglich mit mehr als 70 Einsatzkräften vor Ort. Entlang der Rennstrecke stehen sieben Rettungsmittel mit 21 Einsatzkräften bereit. Weitere 52 Einsatzkräfte sind in sieben Einsatzabschnitten im Bereich der Tribünen und Besucherflächen eingesetzt.

Bis Sonntagmorgen um 9.30 Uhr wurden auf dem Veranstaltungsgelände bereits 60 Patienten sanitätsdienstlich versorgt. Seit Donnerstag waren über 260 ehrenamtliche Einsatzkräfte am Norisring im Dienst. Das Samstagsrennen gewann trotz der dramatischen Umstände Nicki Thiim im Comtoyou-Aston-Martin von der Pole Position - es war der erste Sieg für Aston Martin in der Serie, wie das Motorsport Magazin berichtet.

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Vorschaubild: © S. Taheri-Sohi / BRK (Symbol)